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CDU-Sozialflügel: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit nach vier Wochen

Frankfurt > Zeitarbeiter in einfachen Jobs sollen nach Vorstellung des CDU-Sozialflügels spätestens nach einem Monat wie die Stammbelegschaft bezahlt werden. Der Zeitpunkt für das so genannte „Equal Pay“, also gleicher Lohn für gleiche Arbeit, müsse davon abhängen, wie anspruchsvoll die Arbeit ist, begründete der Vorsitzende der CDU-Sozialausschüsse, Karl-Josef Laumann, seine Forderung in der „Frankfurter Rundschau“ (Samstagsausgabe).

Beschäftigte könnten in einfache Tätigkeiten in vier Wochen eingelernt werden, „bei komplizierten Jobs braucht man ein bisschen länger.“ Die CDU dürfe nicht zulassen, dass Zeitarbeiter dieselbe Arbeit machen wie Stammbelegschaften und trotzdem ein Drittel weniger verdienten, sagte Laumann.

Der Sozialpolitiker forderte überdies, dass auch für Frauen das Prinzip „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ gelten müsse. Innerhalb Europas sei Deutschland das Land mit den größten Lohnunterschieden zwischen Frauen und Männern. Dies müsse geändert werden. Den Vorschlag der FDP, die Gehaltsgrenze für so genannte Midi-Jobs von 800 auf 1000 Euro zu erhöhen, lehnte Laumann ab. „Dadurch würde die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze sinken“, sagte er. „Und das sind genau die Arbeitsplätze, die unser Sozialversicherungssystem stützen.“