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CSR Togo – Willkommen zu der Welt des Social Business

Was haben Microsoft Deutschland GmbH, Olympus Europa GmbH, Dialogue Social Entreprise, WLP Wirtschaftsprüfer – und Steuerberater GmbH, das Magazin enorm, Wirtschaft für den Menschen, SIC Architekten GmbH und Hamburg For Mobile gemeinsam? Nein, es ist nicht die Idee, CSR-Projekte zum Mitnehmen zu fördern, sondern …

Winsen > Was haben Microsoft Deutschland GmbH, Olympus Europa GmbH, Dialogue Social Entreprise, WLP Wirtschaftsprüfer – und Steuerberater GmbH, das Magazin enorm, Wirtschaft für den Menschen, SIC Architekten GmbH und Hamburg For Mobile gemeinsam? Nein, es ist nicht die Idee, CSR-Projekte zum Mitnehmen zu fördern, sondern:

CSR in Togo bezeichnet das Engagement dieser beispielhaft genannten Unternehmen für ein Social Business in Togo, dass es ohne dieses Engagement so nicht geben würde: Die Kopeme Group.

Ein Gastbeitrag von Heike Eggers.

Amira (Foto oben) ist stolze Ladenbesitzerin – wenn man mit Google Earth auf die Koordinaten 6°09’03.30‘‘N / 1°14’20.36“O in Togos Hauptstadt Lomé zoomt, kann man aus der Vogelperspektive die neuen, glänzenden Dächer ihres Hauses und ihres Ladenlokals sehen. Gebaut hat Amira das mit Hilfe von Mikrokrediten. Amira ist eine der ersten 15 Frauen, die Ende 2006 den allerersten Mikrokredit der Kopeme Group in Togo erhielt.

Amira steht beispielhaft für die 6.649 Mikrokredite, die die Kopeme Group bis heute vergeben hat. Nach einem Training bei der Grameen Bank in Bangladesch wurde ein ausgefeiltes Mikrofinanzsystem entwickelt. Die Rückzahlungstermine finden in gemeinsamen Gruppentreffen statt. Genau wie bei der Grameen Bank ist es bei Kopeme üblich, dass der Feld-Mitarbeiter zu den Kunden kommt und nicht umgekehrt. Genau wie Grameen hat Kopeme ein umfassendes Programm zur Armutsbekämpfung auf die Beine gestellt.

Woher kommt das Geld dazu? Togo gehört wahrhaftig nicht zu den „Donor’s Darlings“, ist im Gegenteil von allen möglichen Gebertöpfen ausgeschlossen, wobei staatliches Entwicklungshilfegeld sowieso nicht bei der Kopeme Group ankommen würde. Jeder Cent, der in der Kopeme Group steckt, wurde durch private Investments bzw. Spenden eingeworben. Deutsche Unternehmen tragen maßgeblich dazu bei, indem sie Gelder, die für CSR gedacht sind, spenden oder ohne Zinserwartung investieren. Und es kommt von Unternehmern, die sich an die Zeiten erinnern, in denen ihnen Vertrauen entgegengebracht wurde und jemand in ihre Ideen investiert hat. Und es kommt ganz bestimmt von denjenigen, die sich freuen, dass sie in etwas derart Positives investieren können und dabei noch einen moderaten Zinsertrag von 5 % erwirtschaften.

Diese privaten Initiativen geben Impulse für eine neue Entwicklung des kleinen westafrikanischen Staates. Die Mikrokredite ermöglichen ein moderates Konsumwachstum, die Familien können sich Solarlampen, Fahrräder auf Abzahlung kaufen und arbeiten sich so Schritt für Schritt aus der Armut heraus. Togo ist ein unglaublich junges Land; über 40 % der Bevölkerung sind jünger als 14 Jahre. Die jungen Menschen Togos möchten an der globalisierten Welt teilnehmen.

Die Kopeme Group hat eine Reihe von Social Businesses entwickelt: Lumière pour tous – Licht für alle. Sich eine Solarlampe für 75 Euro zu kaufen, das ist ihnen nicht möglich, aber sie über ein Jahr abzubezahlen, das schaffen sie.

Das Social Business Kopeme Keke (Fahrrad) trägt dazu bei, dass Kinder eine weiter entfernte Schule besuchen können, die Geschwindigkeit sich vervierfacht und der Aktionsradius sich vergrößert, ein wichtiger Aspekt für die Menschen in Afrika, die weite Distanzen zu Fuß zurücklegen.

Die von Olympus initiierte Karawane der Gesundheit ermöglicht eine Basis-Gesundheitsversorgung – und läuft bereits nach einer anfänglichen Finanzierung nachhaltig.

Das neueste Projekt Kopeme Tsi, eine mit Solarpumpen funktionierende Wasserversorgung, wird bereits nach 2, spätestens 3 Jahren das Investment zurückgezahlt haben – und weiter funktionieren.

Im Millenniumsdorf Gnivé können die jungen Menschen ein Fußballmatch live anschauen – dank Photovoltaik.

Hier sehen wir ein anderes Gesicht von Afrika, als wir es gemeinhin aus den Medien kennen. Die Kopeme Group entwickelt aus Problemen ein Social Business. Die wichtigen Themen Bildung, Gesundheit, Landwirtschaft, Mobilität, Kommunikation, Frauen, Schaffung von Wohlstand, Zugang zu Energie etc. werden angegangen. Die Menschen werden motiviert, ihr eigenes Potential zu aktivieren. Investoren, die die Kopeme Group besuchen, sind fasziniert von dem Esprit: „Milawoe!“ sagen sie in Togo, was soviel heißt wie „Yes, we can!“

Und sie pflanzen Bäume – das von Microsoft initiierte „Jeder Baum zählt“ ist längst zu einem „Chaque Arbre compte“ geworden. Die Kunden der Kopeme Group pflanzen Bäume, dort, wo sie leben und werden damit zu wichtigen Akteuren für den Klimaschutz unseres gesamten Planeten. Während sie im Grünen Gürtel der Erde, wo ehemals dichter tropischer Regenwald war, Bäume pflanzen, singen sie auf Ewe, in ihrer Sprache: „Mina mia tso ado ati! Ne ati melio, tsi madza o ! Elabe ne ati melio, tsi madza o!” „Lasst uns anfangen, aufzuforsten. Ohne Bäume gibt es keinen Regen, ohne Bäume gibt es keine Früchte, ohne Bäume gibt es kein Leben.“

Mehr Informationen über Spenden – und Investitionsmöglichkeiten sowie die Schaffung eines für Ihr Unternehmen geeigneten CSR-Projekts: info@african-social-business.org

Heike Eggers, Vorstand African Social Business Pure e.G.

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