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16 Unternehmenschefs in Frankreich für Reichensteuer

Paris > Die Chefs von 16 französischen Unternehmen haben angeboten, einen Sonderbeitrag zur Verringerung des Haushaltsdefizits zu leisten. „In dem Augenblick, wo die Regierung von allen eine solidarische Anstrengung verlangt, scheint es uns notwendig, dazu beizutragen“, schrieben die Wirtschaftsbosse am Dienstag auf der Internetseite des Magazins „Nouvel Observateur“. Die bereits Reichensteuer genannte Initiative müsse jedoch „vernünftige Ausmaße“ haben, damit es nicht zu einer Steuerflucht komme.

Prominenteste Unterzeichnerin des Angebots war die L’Oréal-Hauptaktionärin und reichste Frau Europas, Liliane Bettencourt. Auch der Chef des Kosmetikkonzerns L’Oréal, Jean-Paul Agon, und der Chef der Fluggesellschaft Air France-KLM, Jean-Cyril Spinetta, gehörten zu den Unterzeichnern.

Die französische Regierung will am Mittwoch ihre Maßnahmen vorstellen, mit denen das Haushaltsdefizit verringert werden soll. Eine Reichensteuer ist dabei bereits im Gespräch. In den USA hatte der Multimilliardär Warren Buffett höhere Steuern für Superreiche angeregt. In Frankreich griff der Chef der Werbefirma Publicis, Maurice Lévy, als erster die Idee auf.