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Ökostrom-Anlagen liefern mehr als ein Fünftel des deutschen Stroms

Berlin > Erneuerbare Energien haben im ersten Halbjahr dieses Jahres erstmals mehr als 20 Prozent des Stroms in Deutschland geliefert. Mit 57,3 Milliarden Kilowattstunden Strom hätten erneuerbare Energiequellen 20,8 Prozent des deutschen Strombedarfs gedeckt, teilte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) am Montag in Berlin mit. Im ersten Halbjahr 2010 seien es mit 50,4 Milliarden Kilowattstunden noch 18,3 Prozent des Strombedarfs gewesen.

Die wichtigste erneuerbare Energiequelle bleibt den Angaben zufolge der Wind. Entsprechende Anlagen hätten in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 7,5 Prozent des Stroms geliefert. Auf Rang zwei rangierten Biomasse-Kraftwerke (5,6 Prozent). Die Stromerzeugung aus Sonnenenergie rückte im ersten Halbjahr auf Platz drei im Ranking der Ökostrom-Quellen. „Durch einen erneut starken Zubau von Anlagen sowie sonnenreiche Frühjahrsmonate“ habe sich ihr Anteil von zwei Prozent im Vorjahreszeitraum auf nunmehr 3,5 Prozent am gelieferten Strom gesteigert, teilte der BDEW weiter mit. Die Photovoltaik überholte damit erstmals die Stromerzeugung aus Wasserkraft (3,3 Prozent).