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Internetbranche gründet Verein zur Selbstregulierung

Berlin > Die Internetbranche hat eine eigene Organisation gegründet, die Selbstverpflichtungen etwa im Bereich des Datenschutzes bei Geodatendiensten umsetzen soll. Gegründet wurde der Trägerverein „Selbstregulierung Informationswirtschaft e.V.“ durch den Branchenverband Bitkom sowie die Deutsche Post, die Deutsche Telekom, Google, Microsoft, Nokia, ED Encourage Directories und Panolife, wie diese am Dienstag mitteilten. In einem ersten Schritt solle die Organisation eine zentrale Informations- und Widerspruchswebseite für Geodatendienste wie Google Street View oder Bing Streetside von Microsoft sowie eine dazugehörige telefonische Beratungsstelle einrichten.

Vorstandchef des Trägervereins wurde Post-Manager Harald Lemke. Dieser nannte freiwillige Selbstregulierungen im Hightech-Sektor notwendig: „Mit Selbstverpflichtungen lassen sich viele Herausforderungen der Onlinewelt schnell und pragmatisch angehen. Es liegt schließlich im ureigenen Interesse der Informationswirtschaft, dass die Menschen Vertrauen in das Internet und seine Dienste haben.“ Gesetzliche Regulierungen müssten dagegen eine Ausnahme bleiben. Laut einer Umfrage im Auftrag des Bitkom nutzten Anfang des Jahres 32 Millionen Menschen ab 14 Jahren in Deutschland Panorama-Bilderdienste im Internet. Weitere 14 Millionen erklärten demnach, dies künftig tun zu wollen.

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