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Textilkonzerne wollen Ohnmachtsanfälle in Fabriken aufklären

Phnom Penh > Nach zahlreichen Ohnmachtsanfällen in kambodschanischen Kleiderfabriken haben mehr als zwei Dutzend Textilhersteller Aufklärung versprochen. Die Unternehmen hätten zugesagt, Geld und Experten zur Verfügung zu stellen, teilte die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) der Vereinten Nationen am Dienstag nach einem Treffen in Phnom Penh mit. Nach Angaben der Organisation waren mehrfach hunderte Arbeiter gleichzeitig in Ohnmacht gefallen. ILO-Schätzungen zufolge gab es in diesem Jahr bereits etwa zehn Vorfälle dieser Art. Zu den Herstellern, die die Initiative unterstützen, gehören nach Angaben aus Teilnehmerkreisen unter anderem H&M, Gap und Walmart.

„Es muss dringend mehr geforscht werden, damit mögliche neue Ursachen für die Ohnmachtsanfälle aufgespürt werden“, sagte ILO-Mitarbeiter Tuomo Poutiainen. Zudem müsse es Verbesserungen in den Bereichen Sicherheit, Gesundheit und Ernährung geben. Die Ohnmachtsanfälle scheinen einzig in kambodschanischen Kleiderfabriken aufzutreten. Als Gründe werden der schlechte Gesundheitszustand der Arbeiter, der Einsatz von Chemikalien und unzureichende Belüftung angenommen. In Kambodscha arbeiten mehr als 300.000 Menschen, größtenteils Frauen, in der Bekleidungsindustrie. 300 Fabriken produzieren Kleidung für den Export.