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Forum der Pazifikinseln schlägt Alarm wegen Klimawandels

Auckland > Das Forum der Pazifikinseln (PIF) hat auf seinem Gipfeltreffen im neuseeländischen Auckland den Klimawandel als „größte Bedrohung“ der Region bezeichnet. In einer Erklärung des aus 16 Staaten bestehenden Forums hieß es am Donnerstag, in einigen Pazifikstaaten wie Kiribati hätten Bewohner wegen des steigenden Meeresspiegels infolge der Klimaerwärmung bereits umgesiedelt werden müssen. Ihnen müsse finanziell unter die Arme gegriffen werden.

Während des Gipfels brachte Kiribatis Präsident Anote Tong auch radikale Lösungen für das Klimaproblem zur Sprache. Demnach könnte die gesamte, 100.000 Einwohner zählende Bevölkerung seines Landes, das aus 33 Atollen besteht, künftig auf künstlichen schwimmenden Inseln leben. Tong zufolge würde die Umsiedlung auf Bauten, die Ölplattformen ähneln könnten, insgesamt zwei Milliarden US-Dollar (1,42 Milliarden Euro) kosten.

Die Erklärung des Formus sprach sich unterdessen zudem für eine Rückkehr zur Demokratie in der Republik Fidschi aus. Die Staatengruppe bekräftigte ihre „tiefe Besorgnis“ über die sich verschlechternde Menschenrechtslage in Fidschi. Der Inselstaat war 2009 aus dem Forum ausgeschlossen worden, nachdem sich die 2006 durch einen Staatsstreich an die Macht gelangte Militärregierung geweigert hatte Wahlen abzuhalten.