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Bauernverband will weg von Ferkelkastration und Kälberenthornung

Osnabrück > Der Deutsche Bauernverband (DBV) bewegt sich in Sachen Tierschutz: DBV-Generalsekretär Helmut Born sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom Mittwoch, „wir müssen weg von der Kastration der Ferkel und dem Enthornen der Kälber“. Er forderte einen langfristig angelegten Forschungs- und Entwicklungsplan, um verbliebene Tierschutzprobleme binnen 20 Jahren zu lösen – „unter Umständen durch gänzlich neue Haltungsverfahren“. Tierschutz müsse aber „am Ende auch seinen Preis haben“, sagte Born: Tierfreundliche Ställe seien nur dann möglich, „wenn die höheren Kosten der Bauern über die Verbraucherpreise ausgeglichen werden“.

Der Generalsekretär des Bauernverbandes räumte ein, dass den Landwirten in Sachen Tierschutz ein „ziemlich rauer Gegenwind“ entgegen blase. Er wehrte sich aber dagegen, dass „die bei uns übliche Tierhaltung generell als Massentierhaltung in Misskredit gebracht“ werde. Die Haltung von Rindern, Schweinen und Hühnern im Sinne des Tierschutzes sei heute weitaus besser als vor 20 Jahren. Notwendig seien Ställe, in den sich die Tiere wohlfühlen könnten und die trotzdem die Wettbewerbsfähigkeit und Leistungskraft der deutschen Landwirtschaft erhielten.