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Familienunternehmen mit bemerkenswerter Beschäftigungsentwicklung

Berlin > Die großen Familienunternehmen in Deutschland verfügen einer Studie zufolge über eine überdurchschnittlich hohe Eigenkapitalquote. Während die Gesamtheit aller deutschen Betriebe mit einem jährlichen Umsatz von mehr als 50 Millionen Euro 2009 im Schnitt eine Eigenkapitalquote von 29,3 Prozent vorgewiesen hätte, seien die größten Familienbetriebe auf eine Quote von 33,5 Prozent gekommen, teilten am Donnerstag der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und die Deutsche Bank unter Berufung auf eine gemeinsame Studie mit. BDI und Bank hatten knapp 4400 große Familienunternehmen untersuchen lassen.

„Dank ihrer guten Eigenkapitalquote sind die Familienunternehmen in Deutschland auch für konjunkturelle Schwankungen gut gerüstet“, erklärte der Deutschland-Chef und designierte Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen. Dieses Polster komme den Familienbetrieben im internationalen Wettbewerb zugute.

Als „besonders bemerkenswert“ stuften die Autoren weiterhin die Beschäftigungsentwicklung in den untersuchten Betrieben ein. Zwischen 2007 und 2009 hätten die großen Familienunternehmen ihren Personalstock um 3,6 Prozent erhöht. Die Gesamtheit aller Großbetriebe sei im gleichen Zeitraum auf ein Personalplus von lediglich einem Prozent gekommen.

Die größten Familienunternehmen beschäftigen laut der Untersuchung insgesamt mehr als ein Siebtel der Beschäftigten in Deutschland. Mit ihren Belegschaften erwirtschafteten sie fast ein Fünftel der Gesamtumsätze aller deutschen Unternehmen.