Nachrichten

Hamburger Sportverein präsentiert 2. CSR-Bericht

Zugegeben, sportlich läuft es für den HSV nicht gerade rund, glücklicherweise ist der Tabellenplatz in der Fußballbundesliga kein Indiz für gesellschaftliches Engagement. In diesem Punkt steht der Hamburger Sportverein mit seinem inzwischen 2. CSR-Bericht ganz klar an der Tabellenspitze. Der HSV ist mit seinen mehr als 70.000 Mitgliedern und einem Umsatz von über 146 Millionen Euro (Saison 2009/10) einer der großen deutschen Fußballklubs mit einer langen Tradition und zudem ein wichtiger Akteur in der Stadt. Dabei betrachtet der HSV seine Rolle nicht nur aus der sportlichen Perspektive sondern auch aus der Sicht eines mittelständischen Unternehmens.

Hamburg > Zugegeben, sportlich läuft es für den HSV nicht gerade rund, glücklicherweise ist der Tabellenplatz in der Fußballbundesliga kein Indiz für gesellschaftliches Engagement. In diesem Punkt steht der Hamburger Sportverein mit seinem inzwischen 2. CSR-Bericht ganz klar an der Tabellenspitze. Der HSV ist mit seinen mehr als 70.000 Mitgliedern und einem Umsatz von über 146 Millionen Euro (Saison 2009/10) einer der großen deutschen Fußballklubs mit einer langen Tradition und zudem ein wichtiger Akteur in der Stadt. Carl-Edgar Jarchow, Vorstandsvorsitzender des HSV: „Wir erreichen Hunderttausende bekennende Hamburger und begeisterte Fans. Sie alle eint die Leidenschaft für den Fußball und für den HSV. Neben dem Fußball interessiert sie aber auch, wofür ihr Verein steht, für welche Werte er eintritt und wie er sich einbringt in die Gesellschaft. Daher betrachten wir es nicht nur als Chance, etwas an die Gesellschaft zurückzugeben, sondern sehen es als Verpflichtung an, unsere Verantwortung als Vorbild in dieser Weise gerecht zu werden“.

Der Bericht ist in die drei Themenschwerpunkte Klimaschutz, gesellschaftliche Aktivitäten sowie Engagement und Umgang mit Stakeholdern gegliedert. Dabei betrachtet der HSV seine Rolle nicht nur aus der sportlichen Perspektive sondern auch aus der Sicht eines mittelständischen Unternehmens. Folglich wurden für den CSR-Bericht die Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI) sowie die Kriterien für kleine und mittlere Unternehmen des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) berücksichtigt. Matthias Lang, Geschäftsführer der Sportmanagement-Agentur SMC: „Der CSR-Bericht ist eine gelungene Vorstellung der ganzheitlichen Übernahme sozialer Verantwortung eines deutschen Profiklubs. Ohne die Leistungen anderer Klubs zu schmälern, muss man sagen, dass der HSV im Vergleich aller Vereine eine starke Position einnimmt. Das dafür notwendige Zusammenspiel von Presse-, Marketing- und CSR-Verantwortlichen ist beim HSV aktuell noch einzigartig“.

Eines der herausragenden Projekte ist sicherlich der Umbau der Imtech-Arena zu einem Stadion mit CO2 neutraler Energieversorgung. Dadurch werden ab dem 1. Spieltag der Saison 2011/2012 bis zu 35% der Energie eingespart, dies führt zu einer Reduzierung von 1.200 t CO2. Zusätzlich stand die Reisetätigkeit der Spieler und Mitarbeiter auf dem Prüfstand. Das Ziel lautet Reduktion und Vermeidung, wenn es möglich ist und darüber hinaus wird über atmosfair kompensiert. Weil ein großer Teil der Emissionen durch anreisende Fans verursacht wird, versuchen die Hamburger mit Mobilitätskonzepten wie einem Pendlerportal und einer Busbörse auch auf diesen Bereich einzuwirken. Letztlich hat die Zusammenarbeit mit den Sponsoren und Partnern zu einer Halbierung der CO2-Belastung geführt. Den Kern des gesellschaftlichen Engagements bildet die Sponsoringinitiative „Hamburger Weg“. 10.000 Wege für Hamburg heißt die Kampagne, mit der der HSV zusammen mit weiteren Unterstützern aus der Stadt, Bedürftigen helfen will. Jede persönliche Hilfe markiert einen Weg, bislang wurden bereits über 8900 Wege geebnet – bis 2012 sollen es 10.000 sein.

Das CSR-Verständnis reicht aber auch in andere Bereiche, beispielsweise beim Einkauf von Merchandising-Artikeln. So wird von den Lieferanten die Einhaltung von Arbeitnehmerrechten und der Verzicht auf Kinderarbeit erwartet, es wurden aber auch für einzelne Produktsegmente Richtlinien entwickelt, die klare Produkteigenschaften enthalten beispielsweise den Verzicht auf bestimmte Chemikalien. Diese Richtlinien werden mit den Lieferanten kommuniziert und sollen in Zukunft weiter verschärft werden.

Der ausführliche CSR-Bericht wird auf der Website des Vereins zum Download angeboten.