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Sammelkabel für Offshore-Windparks könnten Milliarden sparen

Brüssel > Die Kosten für die Anbindung von Offshore-Windparks ans Stromnetz können einer Studie zufolge um Milliardensummen gedrückt werden, wenn die Parks nicht einzeln, sondern gesammelt mit dem Festland verkabelt werden. Beim Ausbau der Windenergie in Nord- und Ostsee sowie Irischer See und Ärmelkanal seien durch Sammelanbindungen bis 2030 Einsparungen in Höhe von rund 14 Milliarden Euro möglich, heißt es in der am Mittwoch in Brüssel vorgestellten Studie, an der die Deutsche Energie-Agentur (Dena) und der Europäische Windenergieverband (EWEA) mitarbeiteten.

Zugrunde gelegt wurde dabei, dass 114 Offshore-Windparks in Gruppen auf See zusammengeschlossen und dann per Sammelkabel mit dem Festland verbunden werden. Die Sammelanbindungen würden nicht nur die Kosten und den logistischen Aufwand drücken; darüber hinaus könnten auch Eingriffe in die Umwelt bei der Kabelverlegung am Meeresgrund verringert werden, hieß es in einer Mitteilung der Dena. Um die Sammelanbindungen zu erleichtern, müssten die Anrainerstaaten aber die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Stromtransporte harmonisieren.

Offshore-Windparks sind ein Hauptfaktor beim Wachstums der Erneuerbaren Energien. Die Anbindung ans Festland ist aber kompliziert, weil zum Beispiel die Bedingungen für die öffentliche Vergütung des Stroms variieren, je nachdem, wo der Strom an Land kommt. Zudem wird die Windkraft auf die EU-Klimaziele der jeweiligen Länder angerechnet. Bei einer Sammelanbindung von Parks zwischen zwei Ländern müsste darum klar sein, welches Land die Energie anrechnen darf.