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29 Tote bei Gasexplosion in chinesischer Kohlengrube

Bei einer Gasexplosion in einer chinesischen Kohlenmine sind 29 Bergleute ums Leben gekommen. Der Mine war wegen Sicherheitsmängeln erst kürzlich die Lizenz entzogen worden. In China kommt es immer wieder zu schweren Minenunglücken. Bei ähnlichen Vorfällen waren Anfang des Monats in zwei Gruben etwa 20 Menschen getötet worden. Die Bergwerke des Landes gelten als besonders gefährlich, weil die Sicherheitsvorschriften häufig umgangen werden.

Peking > Bei einer Gasexplosion in einer chinesischen Kohlenmine sind 29 Bergleute ums Leben gekommen. Wie die Nachrichtenagentur Xinhua und das Staatsfernsehen am Sonntag berichteten, hielten sich zum Zeitpunkt des Unglücks am Vorabend 35 Arbeiter in der Mine in Hengyang in der zentralen Provinz Hunan auf, sechs konnten verletzt gerettet werden. Der Mine war wegen Sicherheitsmängeln erst kürzlich die Lizenz entzogen worden.

Nach Angaben des Staatsfernsehens ereignete sich die schwere Explosion, als Funken aus Maschinen in der Grube vorhandene Gase entzündeten. Demnach befand sich das Bergwerk im Besitz der Stadtverwaltung und war offiziell registriert. Allerdings habe die Provinzregierung der Grube kürzlich wegen mangelhafter Sicherheitsvorkehrungen die Betriebsgenehmigung entzogen.

Insgesamt waren 500 Arbeiter in der seit 40 Jahren betriebenen Mine beschäftigt, allerdings waren zum Zeitpunkt des Unglücks nur 160 von ihnen zu Schichten eingeteilt. 35 Arbeiter waren unter Tage im Einsatz. Der Chef der Behörde für Arbeitssicherheit, Luo Lin, und Provinzgouverneur Xu Shousheng reisten zum Unglücksort, um die Rettungsmaßnahmen zu koordinieren.

In China kommt es immer wieder zu schweren Minenunglücken. Bei ähnlichen Vorfällen waren Anfang des Monats in zwei Gruben etwa 20 Menschen getötet worden. Die Bergwerke des Landes gelten als besonders gefährlich, weil die Sicherheitsvorschriften häufig umgangen werden.

Im vergangenen Jahr starben offiziellen Angaben zufolge mehr als 2400 chinesische Bergarbeiter bei Unfällen. Unabhängige Organisationen gehen aber von einer deutlich höheren Zahl aus. Sie vermuten, dass viele Unglücke von den Behörden vertuscht werden.