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Gut gemeint – aber noch nicht gut gemacht

Wie steht es um die unternehmerische Verantwortung im Mittelstand? Die „compamedia-Stiftung zur Förderung ethischen Handelns in der Wirtschaft“ hat 2.000 Mittelständler befragt. Das Ergebnis: Obwohl Unternehmensverantwortung für den Mittelstand ein Thema mit wachsender wirtschaftlicher und strategischer Bedeutung ist, planen 40 % der Befragten ihre Maßnahmen nicht systematisch und haben keine Strategie.

Überlingen > Wie steht es um die unternehmerische Verantwortung im Mittelstand? Die „compamedia-Stiftung zur Förderung ethischen Handelns in der Wirtschaft“ hat dazu 2.000 Mittelständler in Deutschland, Österreich und der Schweiz befragt. Das Ergebnis: Obwohl Unternehmensverantwortung für den Mittelstand ein Thema mit wachsender wirtschaftlicher und somit strategischer Bedeutung ist, planen noch immer knapp 40 % der Befragten ihre Maßnahmen nicht systematisch und haben keine Strategie.

Generell zeigen die Ergebnisse, dass das Thema Unternehmensverantwortung bereits in den Köpfen aller befragten Mittelständler fest verankert ist und dass sie vor allem Fairness großschreiben: Nahezu alle Unternehmen halten es für unbedingt nötig, soziale und ökologische Standards zu etablieren. Nur 9 % sehen keine Notwendigkeit, sich über den gesetzlichen Rahmen hinaus zu engagieren. Für 99 % der Befragten gehört zu einem verantwortungsvollen Wirtschaften ein fairer Umgang mit Lieferanten, Kunden und Mitarbeitern.
Für ganz besonders engagiert in Sachen Unternehmensethik halten sich die Familienunternehmen, die etwa die Hälfte der Befragten ausmachen. Fast alle familiengeführten Mittelständler glauben, sowohl ihre Personalpolitik (96 %) als auch ihre Maßnahmen in Sachen Umweltschutz (81 %) erfüllten höhere Standards als die ihrer Mitbewerber. Außerdem sind sie davon überzeugt, beim Umgang mit ökologischen Ressourcen ganz besonders vorbildlich zu handeln. Dagegen sind nur 60 % der inhaber- bzw. managementgeführten Betriebe der Ansicht, hier besser als die Konkurrenz zu sein.

Dass das Thema Nachhaltigkeit ein entscheidendes Aktionsfeld der Zukunft ist, haben fast alle erkannt: Über 92 % der Unternehmen erwarten, dass die Öffentlichkeit – insbesondere Bewerber, Geschäftspartner und Kunden – in Zukunft noch stärker darauf achten werden, wie sozial und ökologisch verantwortungsvoll ein Unternehmen wirtschaftet. Bereits heute geben 68 % der Befragten an, mehr als ihre Wettbewerber bei der Wahl der Geschäftspartner darauf zu achten, wie nachhaltig diese in der Wirtschaftswelt agieren. Dass sich verantwortungsvolles Handeln auch finanziell lohnt, glauben rund 70 % aller befragten Geschäftsführer.

Trotz besten Wissens und Gewissens: Rund 40 % der befragten Mittelständler planen ihre Maßnahmen unsystematisch. Für Silke Masurat, Treuhänderin der compamedia-Stiftung, bestätigen die Umfrageergebnisse ihre Einschätzung: „Viele Mittelständler handeln aus tiefer Überzeugung und sind bereits auf dem richtigen Weg. Aber: Es gibt noch viel zu tun.“ So sei der Mittelstand in den etablierten Disziplinen Personal und Umweltschutz ausgesprochen gut aufgestellt. „Aber Nachhaltigkeit erfordert ein Engagement auf sehr viel mehr Handlungsfeldern. In unserer komplexen Wirtschaftswelt reicht Überzeugung allein längst nicht mehr aus. Auch deshalb haben wir uns entschlossen, ein möglichst praxis- und handlungsorientiertes Wissen zu verbreiten.“

Alle Ergebnisse der Umfrage können Sie sich unter www.compamedia-stiftung.de/ergebnisse herunterladen. Weitere Informationen zur Stiftung erhalten Sie unter www.compamedia-stiftung.de.