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Londoner Finanzwelt beklagt wachsende Kluft zwischen Arm und Reich

London > Die Angestellten des Londoner Finanzbezirks City sind mehrheitlich der Meinung, dass die Kluft zwischen Arm und Reich in Großbritannien zu groß geworden ist. Laut einer am Montag veröffentlichten Untersuchung der Kirche von England beklagen drei Viertel der Befragten eine zunehmende soziale Ungleichheit im Land. Für die Studie über die „ethischen Werte der City“ befragte das Londoner St. Paul’s Institut, das zur St. Paul’s Cathedral im Herzen der City gehört, mehr als 500 Banker, Händler und Chefs börsennotierter Unternehmen. Zwei Drittel von ihnen gaben in der Studie zudem an, ihre wichtigsten Motivationsquellen seien „Gehalt und Bonuszahlungen“.

Vor der St. Paul’s Cathedral demonstrieren seit Mitte Oktober in einem Protestcamp dutzende sogenannte Empörte gegen die Macht der Banken. Wegen des Protests wurde die Kirche am 21. Oktober erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg für eine Woche geschlossen. Zwei Geistliche legten aus Solidarität mit den Demonstranten ihre Ämter nieder.