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Bundesumweltminister: Deutscher Nachhaltigkeitskodex als Mindeststandard der Berichterstattung

Für Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) ist der Deutsche Nachhaltigkeitskodex ein möglicher Mindeststandard für Nachhaltigkeitsberichte. „Die Nachhaltigkeitsberichte der deutschen Unternehmen sind stetig besser geworden, dennoch fehlt ein allgemein anerkannter Maßstab, der eine Vergleichbarkeit ermöglicht.“ Die Diskussion darüber, ob der Standard verpflichtend werden solle, sei noch nicht abgeschlossen.

Berlin > Für Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) ist der Deutsche Nachhaltigkeitskodex ein möglicher Mindeststandard für Nachhaltigkeitsberichte. „Die Nachhaltigkeitsberichte der deutschen Unternehmen sind stetig besser geworden, dennoch fehlt ein allgemein anerkannter Maßstab, der eine Vergleichbarkeit ermöglicht. Dazu brauchen wir einen Mindeststandard für die Berichterstattung, der Konzerne ebenso anspricht wie kleine und mittlere Unternehmen. Der DNK könnte dies leisten“, sagte Röttgen dem BWA-Journal des Bundesverbandes für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (November-Ausgabe).

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) hatte den „Deutschen Nachhaltigkeitskodex“ nach einem öffentlichen Dialog darüber im Oktober verabschiedet und gemeinsam mit einer Empfehlung zu dessen Umsetzung an die Bundesregierung übergeben. Dabei hätten „die kleinen und mittleren Unternehmen in der Tat nicht im Zentrum“ gestanden sagte Röttgen auf die Frage, ob die Belange der KMU dort ausreichend berücksichtigt seien. Dennoch könne der Nachhaltigkeitskodex auch für familiengeführten Unternehmen oder anderen nicht börsennotierte Unternehmen sowie für mittelständische Unternehmen als Kommunikationsinstrument hilfreich sein. Als Zulieferer globaler Marken würden sie von ihrer Nachhaltigkeitsperformance profilieren. Röttgen: „Nachhaltigkeit wird sich nach meiner Überzeugung gerade mehr und mehr zu einem Alleinstellungsmerkmal entwickeln und damit auch ökonomisch eine größere Bedeutung erlangen.“

Die Diskussion darüber, ob der Standard verpflichtend werden solle, sei noch nicht abgeschlossen, so der Bundesminister. Dazu hatte es im Vorfeld der Verabschiedung Widerspruch insbesondere von Unternehmensverbänden gegeben. So forderte etwa das Deutsche Aktieninstitut in seiner Stellungnahme, der Kodex müsse „Unternehmen die notwendige Flexibilität lassen, anhand der individuellen Situation entscheiden zu können, ob und in welchem Umfang Nachhaltigkeit thematisiert wird.“

Der Deutsche Nachhaltigkeitskodex im Internet.