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Ölunfall vor Küste Rios durch Berechnungsfehler verursacht

Rio de Janeiro > Der Ölunfall vor der Küste des brasilianischen Bundesstaates Rio de Janeiro ist nach Angaben der Betreiberfirma Chevron auf Fehlberechnungen zurückzuführen. „Der Druck der Ölquelle ist unterschätzt worden“, sagte der Chef des brasilianischen Ablegers des US-Ölkonzerns, George Buck, am Samstag örtlichen Medien. Wie die Zeitung „Folha de São Paulo“ berichtete, wurde auf Grundlage der Berechnung zur Abdichtung des Bohrlochs ein Material verwendet, dass nicht ausreichend schwer war. Buck betonte, der Austritt von Öl habe bereits vor einer Woche gestoppt werden können, der Vorfall werde aber noch untersucht.

Der Austritt des Öls war am 9. November entdeckt worden. Das betroffene Bohrloch von Chevron befindet sich nahe dem Ölfeld Campo Frade 370 Kilometer vor der brasilianischen Küste in einer Tiefe von 1200 Metern. Über die Menge des ausgetretenen Öls gibt es höchst unterschiedliche Angaben. Laut Chevron wurde der Ölteppich zum schlimmsten Zeitpunkt aus rund 880 Barrel Öl gebildet, bis Freitag seien es nur noch 18 Barrel gewesen. Das brasilianische Energieministerium gab die Menge des während des Unfalls täglich ausgelaufenen Öls mit zwischen 220 und 230 Barrel an. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace erklärte dagegen, dass die Ausmaße des Ölteppichs auf Satellitenbildern nahelegten, dass täglich rund 3700 Barrel ausgetreten seien.

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