Nachrichten

Forschungsausgaben in Deutschland steigen auf Rekordwert

Berlin > Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Deutschland sind im vergangenen Jahr auf einen Rekordwert von knapp 70 Milliarden Euro gestiegen. 46,9 Milliarden Euro davon hat die deutsche Wirtschaft in interne Forschung und Entwicklung investiert, wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung am Montag in Berlin mitteilte. Nach Schätzungen des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft investierten die Unternehmen damit 3,7 Prozent mehr in diesem Bereich als im Jahr 2009. Für 2011 wurde demnach eine weitere Steigerung von rund fünf Prozent erwartet.

Der Anteil der Forschungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt in Deutschland lag im Jahr 2010 bei 2,82 Prozent. Im europäischen Vergleich befindet sich Deutschland damit in der Spitzengruppe. Nur die skandinavischen Länder Finnland (3,87 Prozent), Schweden (3,42 Schweden) und Dänemark (3,06 Prozent) gaben 2010 in Relation zum Bruttoinlandsprodukt noch mehr für Forschung und Entwicklung aus. Im Vergleich zu Frankreich, Großbritannien oder Italien schnitt Deutschland deutlich besser ab. Im EU-Durchschnitt machen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) derzeit einen Anteil von zwei Prozent am Bruttoinlandsprodukt aus.

Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) nannte die Entwicklung bei der deutschen Wirtschaft “sehr erfreulich”. Die staatlichen Investitionen seien für Privatunternehmen ein Anreiz für eigenes Engagement in der Forschung.