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Studie „Nachhaltigkeit in der Assekuranz“: Nur wenige Versicherer haben konsistente Strategie

In einer neuen Studie widmet sich die Kölner CSR-Beratung BetterRelations, gemeinsam mit Assekuranz Marketing Circle (AMC), dem Megatrend Nachhaltigkeit. Versicherer fühlen sich nachhaltig und ruhen sich auf diesem Selbstverständnis zu sehr aus. Damit verschenken sie Chancen und Wettbewerbsvorteile.

In einer neuen Studie widmet sich die Kölner CSR-Beratung BetterRelations, gemeinsam mit Assekuranz Marketing Circle (AMC), dem Megatrend Nachhaltigkeit. Versicherer fühlen sich nachhaltig und ruhen sich auf diesem Selbstverständnis zu sehr aus. Damit verschenken sie Chancen und Wettbewerbsvorteile. Zu diesem Schluss kommt die Studie „Nachhaltigkeit in der Assekuranz“, die in regelmäßigen Abständen analysieren will, wie die Branche ihrer unternehmerischen Verantwortung nachkommt.

Von Riccrado Wagner, BetterRelations

Versicherer fokussieren vor allem die ökonomische Perspektive der Nachhaltigkeit und blenden damit ökologische und soziale Aspekte zu sehr aus. Langfristige Absicherung allein macht noch keine konsistente Nachhaltigkeitsstrategie. Ebenso wenig wie Einzelmaßnahmen, die zum Teil nachträglich als Nachhaltigkeitsengagement deklariert werden. Die Studie zeigt: Nicht selten hat „Altbekanntes“ mit dem Schlagwort „Nachhaltigkeit“ einen moderneren Anstrich erhalten.

Marcus Eichhorn, BetterRelations: „Das Thema Nachhaltigkeit wird in seiner Tragweite nur selten gesehen – ganz entgegen der Eigenwahrnehmung der Branche. Kaum ein Versicherungsunternehmen nutzt Nachhaltigkeitsthemen und -aktivitäten, um sich damit aktiv im Markt zu positionieren und um Wettbewerbsvorteile zu erzielen.“

Nur wenige Vorreiter, wie z.B. AXA, Barmenia, StandardLife, Volkswohlbund und Allianz zeigen, dass sie das Potenzial des Themas Nachhaltigkeit erkannt haben. Das Gros der aktiven Versicherer findet sich derzeit in Einzelmaßnahmen verstrickt, aus denen nicht zwangsläufig eine konsistente Nachhaltigkeitsstrategie erwächst. Das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass viele schlichtweg noch gar nicht wahrnehmbar nachhaltig agieren.

Zudem wird Nachhaltigkeit kaum als echtes Managementthema behandelt, dafür spricht auch, dass es zum großen Teil in der Unternehmenskommunikation und PR aufgehängt ist. Dennoch ist Nachhaltigkeitskommunikation – insbesondere der Stakeholder-Dialog – eine Disziplin, die derzeit noch sehr viel Luft nach oben birgt.

„Versicherer scheinen derzeitig kaum auf den wachsenden Druck der Kunden, Öffentlichkeit und Politik vorbereitet zu sein, die das Thema Nachhaltigkeit und CSR künftig immer stärker verpflichtend einfordern werden“, ergänzt Desireé Schubert vom AMC.

Im Rahmen der Nachhaltigkeit wurde das Management-Pferd irgendwie von hinten aufgezäumt. Bislang fehlt schlichtweg das Nachhaltige im Nachhaltigkeitsengagement der Assekuranz-Branche. Die Studienautoren kommen zu dem Schluss, dass es für die Branche höchste Zeit ist weitere Schritte der Professionalisierung zu unternehmen und in den längst überfälligen Strategie-Prozess einzusteigen. Dabei sollten Versicherer sich nicht scheuen bei Bedarf Hilfe von externen Experten und Beratern in Anspruch zu nehmen.

Mehr zur aktuellen Studie:
Die Studie zeigt den Status Quo der Nachhaltigkeit in der Assekuranz-Branche auf und stellt ausgewählte Best-Practice-Beispiele zu relevanten Nachhaltigkeitsbereichen in Kurzform dar. Die Ergebnisse basieren auf einer umfassenden Desktop-Research und Interviews mit ausgewählten Experten der Branche. Daraus ableitend werden Learnings und Handlungsempfehlungen aufgezeigt. Ergänzt um eine aktuelle Literaturliste zum Thema gibt die über 100 Seiten starke Studie einen Rundumblick zum Thema Nachhaltigkeit. Die Studie kostet als Unternehmenslizenz 950,- Euro zzgl. MwSt. und wird als PDF zur Verfügung gestellt. Bestellungen unter info(at)betterrelations.de