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Geldstrafe für EasyJet wegen Diskriminierung Behinderter

Paris (afp) – Ein Strafgericht in Bobigny bei Paris hat EasyJet am Freitag zu einer Geldstrafe von 70.000 Euro verurteilt, weil die Billig-Airline drei Behinderten den Flug verweigert hatte. Das Gericht folgte damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die in der Weigerung einen „Angriff auf die Menschenwürde“ sah.

Der Anwalt der drei Kläger bezeichnete die Entscheidung als „Meilenstein“. Nicht Sicherheitsgründe, sondern allein Einsparungen im Personalbereich seien der Grund für die Weigerung der Fluglinie gewesen, sagte Patrick de la Grange. EasyJet muss den drei Passagieren jeweils 2000 Euro Entschädigung bezahlen. Die drei Kläger, die unabhängig voneinander mit der Fluglinie reisen wollten, waren am Pariser Flughafen Roissy-Charles de Gaulle zwischen November 2008 und Januar 2009 abgewiesen worden.