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Mittelstand schafft die meisten neuen Jobs

Brüssel (afp) – Die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) schaffen in Europa mit Abstand die meisten neuen Jobs. Zwischen 2002 und 2010 gingen 85 Prozent der netto neu entstandenen Stellen auf das Konto von Firmen mit bis zu 250 Mitarbeitern, wie eine am Montag von der EU-Kommission in Brüssel präsentierte Studie zeigt. Insgesamt kamen demnach in der gewerblichen Wirtschaft pro Jahr im Schnitt 1,1 Millionen Jobs hinzu, wobei die abgebauten Stellen schon abgezogen sind. Untersucht wurde die Entwicklung in der EU und zehn weiteren europäischen Ländern einschließlich der Türkei sowie Israel.

Das Beschäftigungswachstum betrug den Angaben zufolge bei den kleinen und mittleren Unternehmen ein Prozent pro Jahr, bei den großen Unternehmen dagegen nur die Hälfte. Umgekehrt stellte es sich laut Studie beim Handel dar: Hier kletterte die Stellenzahl bei den KMU um 0,7 Prozent, bei den Großen aber um 2,2 Prozent. Unter den KMU seien wiederum die Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten die Spitzenreiter beim Stellenwachstum gewesen. Die Mehrheit der neuen Stellen entstand demnach in neu gegründeten Unternehmen, hier wiederum waren Firmen für Unternehmensdienstleistungen besonders stark am Zuwachs beteiligt.