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Deutsche Fleischexporte in zehn Jahren mehr als verdoppelt

Osnabrück (afp) – Die Exporte von Fleisch aus Deutschland haben sich in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt. Die Ausfuhr stieg von 2001 bis 2010 von rund 1,5 auf fast 3,7 Millionen Tonnen Fleisch, wie aus einer am Montag bekannt gewordenen Antwort des Bundeslandwirtschaftsministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag hervorgeht. Besonders stark stieg demnach der Export von Schweinefleisch, weniger stark die Ausfuhr von Geflügelfleisch.

Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) begründete dies mit dem weltweiten Bevölkerungswachstum. „Die Zunahme des Fleischkonsums verläuft parallel zur Zunahme der Weltbevölkerung“, sagte sie der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom Montag. Vor allem in Schwellenländern wachse mit steigendem Wohlstand auch der Fleischkonsum.

Deutschland könne gegen den wachsenden Fleischkonsum nichts unternehmen, sondern sich allenfalls für global bessere Produktionsbedingungen einsetzen. Vertreter der Grünen, Umwelt- und Verbraucherschützer kritisierten, die Fleischproduktion beruhe auf nicht artgerechter Tierhaltung und mangelndem Umweltschutz.