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Boni der Bahn-Vorstände künftig von Mitarbeiterzufriedenheit abhängig

Berlin (afp) – Die Deutsche Bahn macht die Bezahlung ihrer Vorstände künftig auch von der Stimmung ihrer Kunden und Mitarbeiter abhängig. „Zum ersten Mal sind jetzt, und zwar für jeden Konzernvorstand, die Kundenzufriedenheit und die Mitarbeiterzufriedenheit in den Vergütungssystemen verankert worden“, kündigte Bahn-Chef Rüdiger Grube am Mittwochabend in Berlin an. Die Bezahlung orientiere sich dabei an „messbaren, nachvollziehbaren Werten“. „Das heißt: Jeder Konzernvorstand spürt ab sofort die Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit im Portemonnaie“, sagte Grube.

Die Kundenzufriedenheit misst die Bahn seit Jahren mit umfangreichen Umfragen unter Fahrgästen. Für die Mitarbeiter muss eine solche Erhebung erst noch gestartet werden. Denkbar ist, dass die Entwicklung der Stimmung über einen bestimmten Zeitraum als Grundlage für die Berechnung der Boni herangezogen wird. Ist die Stimmung besser, steigen sie; sinkt sie, sinken auch die Zahlungen an die Vorstände. Die Boni machen den größten Teil der Einkommen der Bahn-Vorstände aus, das Festgehalt stand 2010 für weniger als ein Drittel.