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Einkommen von Zeitarbeitern 2011 um vier Prozent gestiegen

Berlin (afp) – Die Tariflöhne in der Zeitarbeit sind im vergangenen Jahr so stark gestiegen wie in keinem anderen Wirtschaftszweig. Wie die „Berliner Zeitung“ (Samstagsausgabe) unter Berufung auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes berichtet, stiegen die tariflichen Monatsverdienste in der Branche im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 4,1 Prozent. Im gesamtwirtschaften Durchschnitt betrug der Zuwachs lediglich 1,5 Prozent.

Für Leiharbeiter in der untersten Lohngruppe gab es im Mai 2011 eine reguläre Tariferhöhung von 2,5 Prozent in Westdeutschland und 3,6 Prozent in Ostdeutschland. Außerdem hätten die beiden Arbeitgeberverbände IGZ und BZA ihre Tarifverträge angepasst, erklärte ein Tarifexperte des Statistischen Bundesamts. Dies habe zu dem überdurchschnittlichen Lohnanstieg beigetragen.

Dennoch sind die untersten Tariflöhne von Zeitarbeitern immer noch relativ niedrig. Wie die „Berliner Zeitung“ unter Berufung auf den Arbeitgeberverband IGZ berichtet, betragen sie im Westen 7,89 Euro pro Stunde und im Osten 7,01 Euro. Sein Verband stehe einer Angleichung der Löhne an das Niveau von Festangestellten offen gegenüber, sagte ein IGZ-Sprecher der Zeitung.