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WEF Global Gender Gap 2011

In den letzten sechs Jahren haben zwar 85 Prozent der Länder ihre Zahlen zur Gleichstellung von Männern und Frauen verbessert, doch im Rest der Welt verschlechterte sich die Lage. Ergebnisse des aktuellen „Global Gender Reports“, der jährlich vom Weltwirtschaftsforum veröffentlicht wird. Darin wird die Ungleichbehandlung von Männern und Frauen in 134 Ländern aufgeführt. Für CSR-Beauftragte ist der Bericht zudem ein nützliches Nachschlagewerk.

New York (csr-news) > In den letzten sechs Jahren haben zwar 85 Prozent der Länder ihre Zahlen zur Gleichstellung von Männern und Frauen verbessert, doch im Rest der Welt verschlechterte sich die Lage. Ergebnisse des aktuellen „Global Gender Reports“, der jährlich vom Weltwirtschaftsforum veröffentlicht wird. Darin wird die Ungleichbehandlung von Männern und Frauen in 134 Ländern aufgeführt. Für CSR-Beauftragte ist der Bericht zudem ein nützliches Nachschlagewerk.
„Frauen und Mädchen müssen Gleichberechtigung erfahren, wenn ein Land wachsen und gedeihen soll“, so Klaus Schwab, Initiator des Weltwirtschaftsforums, bei der Veröffentlichung des Berichts. Dies scheint den nordischen Ländern besonders gut zu gelingen, Island, Norwegen, Finnland und Schweden führen die Liste an, Island bereits zum zweiten Mal in Folge mit dem ersten Platz. Diese Länder haben mehr als 80 Prozent ihrer Geschlechterungleichheit bereits ausgeglichen. „Die Gleichstellung der Geschlechter stehen in einem direkten Zusammenhang mit einer erhöhten wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit“, so Saadia Zahidi, Direktorin beim Weltwirtschaftsforum und Mitverfasserin des Berichts. „Deswegen spielt die Gleichstellung eine Schlüsselrolle bei der Schaffung von Arbeitsplätzen und um die Volkswirtschaften anzukurbeln“. Deutschland konnte gegenüber dem Vorjahr zwei Plätze gut machen und belegt aktuell Platz elf.
Zum ersten Mal wurden Datensätze, die die nationale Politik zur Förderung der Beschäftigten von Frauen analysieren, in den Bericht aufgenommen. Die Daten, die auf Informationen aus fast 60 Ländern basieren, zeigen, dass zwar 88 Prozent der Länder Gesetze haben, die eine geschlechtliche Diskriminierung am Arbeitsplatz verbieten, aber weniger als 45 Prozent über ein nationales Benchmark-Tool verfügen. Laut dem Bericht gibt es in 20 Prozent der Länder Vorschriften zur Vertretung von Frauen in Führungspositionen der Wirtschaft und in 30 Prozent für den politischen Bereich. Die internationalen Werte für Gesundheit und Bildung haben sich deutlich verbessert: Im Gesundheitsbereich sind 96 Prozent und im Bildungswesen 93 Prozent der Ungleichheiten überwunden. Die größten Diskrepanzen bestehen weltweit weiterhin hinsichtlich der Beteiligung in Wirtschaft und Politik.

Neben einer detaillierten Behandlung aller 134 Länder enthält der Bericht auch die sogenannten „Policy Frameworks for Gender Equality“ und sind damit ein nützlicher Helfer für CSR-Manager in international tätigen Unternehmen. Hier werden die nationalen Besonderheiten aufgeführt, beispielsweise bezüglich der gesetzlichen Regelungen zur Elternzeit nach der Entbindung für Mütter und/oder Väter, die Verfügbarkeit von Kinderbetreuungseinrichtungen sowie die steuerliche Behandlung von Männern und Frauen versus Familien.