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Löning sieht deutsche Firmen in China in der Pflicht

Berlin (afp) – Der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning (FDP), hat die deutsche Wirtschaft zum Einsatz für Menschenrechte in China aufgefordert. Die Wirtschaft müsse gerade in jenen Betrieben in China, in die sie investiert habe, dafür sorgen, “dass die internationalen Arbeitsmindestnormen eingehalten werden”, sagte Löning am Donnerstag auf Deutschlandradio Kultur.

Dies betreffe den Arbeitsschutz, das Recht auf freie Tage und auf einen Betriebsrat, führte Löning aus. Auch bei den Zulieferbetrieben müssten deutschen Unternehmen, die sich in China engagierten, auf diese Mindeststandards achten.

Löning äußerte sich während des China-Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die auf ihrer Reise von einer Wirtschaftsdelegation begleitet wird. Merkels Wort habe großes Gewicht in Menschenrechtsfragen, “weil wir diesen intensiven Handelsaustausch haben und weil wir für die Chinesen so ein wichtiger Handels- und Investitionspartner sind”, sagte Löning. Deshalb werde Chinas Regierung sehr genau auf das hören, was die Kanzlerin zu sagen habe.