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UN-Studie: Jugend in aller Welt fürchtet Zukunft ohne Arbeit

Junge Leute in aller Welt machen sich einer UN-Studie zufolge zunehmend Sorgen um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Demnach befürchten viele in der Altersgruppe zwischen 15 und 30 Jahren, ihre Ausbildung gebe ihnen nicht das richtige Rüstzeug für den Arbeitsmarkt mit.Junge Leute in aller Welt machen sich einer UN-Studie zufolge zunehmend Sorgen um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Demnach befürchten viele in der Altersgruppe zwischen 15 und 30 Jahren, ihre Ausbildung gebe ihnen nicht das richtige Rüstzeug für den Arbeitsmarkt mit.

New York (afp) – Junge Leute in aller Welt machen sich einer UN-Studie zufolge zunehmend Sorgen um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Demnach befürchten viele in der Altersgruppe zwischen 15 und 30 Jahren, ihre Ausbildung gebe ihnen nicht das richtige Rüstzeug für den Arbeitsmarkt mit. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte am Montag mehr Einsatz für die immer größer werdende Generation junger Menschen.

Junge Leute stellten sich die Frage, inwieweit ihre Schulbildung ihnen bei der Suche nach Arbeitsplätzen helfe und was sie ihnen langfristig bringe, heißt es in dem World Youth Report. In Zeiten des wirtschaftlichen Abschwungs seien gerade junge Menschen häufig die letzten, die eingestellt, und die ersten, die entlassen würden.

Dem Bericht zufolge, für den rund 1000 junge Menschen befragt wurden, ist die hohe Arbeitslosenquote auch eine der Hauptursachen für den Arabischen Frühling. Zudem verurteilt der Bericht, dass jungen Menschen häufig beim Einstieg in den Arbeitsmarkt nur schlechte Arbeitsverträge mit geringen Löhnen gegeben würden.

Die weltweite Jugendarbeitslosigkeit stieg laut dem Bericht als Folge der Weltwirtschaftskrise im Jahr 2009 auf den Rekordwert von 75,8 Millionen, was einer Quote von 13 Prozent entsprochen habe. Zwei Jahre zuvor lag die Quote demnach bei 11,9 Prozent, im Jahr 2010 bei 12,6 Prozent. Besonders stark seien im Jahr 2010 mit 39,4 Prozent junge Frauen im Nahen Osten betroffen gewesen.

Der Bericht enthält auch Beiträge junger Menschen aus aller Welt, die in einer Onlinebefragung gesammelt wurden. “Heute sollte es einfacher sein, einen Job zu finden, weil unsere Generation am besten ausgebildet ist, aber die angebotene Ausbildung und die Bedürfnisse am Arbeitsmarkt passen nicht zusammen”, kritisierte beispielsweise ein 24-jähriger Senegalese.

Andere Gründe für Sorgen sind Wanderungsbewegungen am Arbeitsmarkt, ein Wohlstandsgefälle zwischen Stadt und Land sowie Alters-, Geschlechter- und Rassendiskriminierung. Doch auch optimistische Ansichten sind in dem Bericht zu finden. “Wir müssen erneuern, riskieren, schaffen und suchen”, sagt etwa ein 28 Jahre alter Spanier.

“Heute haben wir die größte Generation an jungen Menschen, die die Welt jemals gesehen hat”, erklärte UN-Generalsekretär Ban. Sie wollten mehr Einfluss “im wirtschaftlichen und politischen Leben”. “Die UNO muss sich bemühen wie niemals zuvor, um einen neuen sozialen Auftrag zu erfüllen und ein Wirtschaftswachstum mit vielen Arbeitsplätzen zu schaffen.”