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Arbeitsrechtsorganisation begutachtet Apple-Zulieferwerke in China

New York (afp) – Nach harscher Kritik an den Arbeitsbedingungen in Zulieferbetrieben von Apple in China begutachten seit Montag Experten der US-Arbeitsrechtsorganisation Fair Labor Association (FLA) die Fabriken. Apple-Chef Tim Cook erklärte, sein Unternehmen glaube daran, dass “Arbeiter überall das Recht auf sichere und faire Arbeitsbedingungen haben”. Der US-Technologiekonzern hatte die Untersuchung bereits Mitte Januar angekündigt.

Die Experten der FLA würden “tausende von Arbeitern über ihre Arbeits- und Lebensbedingungen befragen”, kündigte Cook an. Dabei würden sie nach ihrer Gesundheit und Sicherheit fragen, nach Bezahlung, Arbeitsstunden und der Kommunikation mit der Geschäftsführung. Apple habe der FLA “ungehinderten Zugang” zugesichert.

Als erstes begann am Montag die Überprüfung der Fabriken des taiwanischen Zulieferers Foxconn in Shenzhen, wie Cook sagte. Dort hatte vor rund zwei Jahren eine Reihe von Arbeitern Selbstmord verübt.

Eine interne Untersuchung hatte ergeben, dass nur 38 Prozent der Zulieferer die von Apple festgesetzte Norm einer maximalen Wochenarbeitszeit von 60 Stunden und einem garantierten freien Tag pro Woche einhielten. Ein Drittel der Zulieferer waren nachlässig im Umgang mit gefährlichen Substanzen und ebenfalls ein Drittel hielt die Standards zur Verhinderung von Verletzungen nicht ein.

Mit den nun begonnenen unabhängigen Untersuchungen sei Apple in der Branche ein Vorreiter, betonte Cook. Die FLA hatte im Januar mitgeteilt, sie werde die gesamte Zulieferkette des Konzerns überprüfen. Apple will demnach innerhalb von zwei Jahren die Normen der Vereinigung einhalten.