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Vier Tote in chinesischer Fabrik nach Einatmung giftigen Klebstoffs

Peking (afp) – In China gibt es einen weiteren Skandal in einer Fabrik: Nach Angaben der Gesundheitsbehörden und laut Medienberichten vom Mittwoch starben vier Arbeiter in der südchinesischen Stadt Kanton an der Einatmung giftigen Klebstoffs. Mehr als 30 weitere Arbeiter seien krank geworden. Der „Beijing Morning Post“ zufolge arbeiteten die Opfer in verschiedenen Schuh- und Taschenfabriken, die meisten davon illegal.

Eine Mitarbeiterin in einem Krankenhaus der Stadt erklärte, die Überlebenden hätten schwere Schäden am zentralen Nervensystem erlitten. Einige seien ins Koma gefallen, andere wiesen schwere Gedächtnisverluste auf oder seien von einem ununterbrochenen Zittern der Hände betroffen. Die Arbeitsschutzbehörde wollte sich nicht zu den Vorgängen äußern. Dem Bericht zufolge wurden sechs Verdächtige festgenommen, die mit dem Klebstoff gehandelt haben sollen.

In China gibt es immer wieder Skandale in Fabriken. Im vergangenen Mai wurden im Zuge eines Bleivergiftungsskandals im Osten des Landes 74 Menschen festgenommen und hunderte Fabriken geschlossen. Experten führen die mangelnden Sicherheitsvorkehrungen am Arbeitsplatz auf die schnelle Industrialisierung des Landes zurück, die häufig zu Lasten von Umwelt und Gesundheit geht.

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