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CR-Bericht: BASF setzt sich neue Ziele

„We create chemistry for a sustainable future” nennt der Chemiekonzern BASF seine Unternehmensstrategie für die Zukunft. Das beinhaltet ehrgeizige Ziele bei Umwelt, Gesundheit und Sicherheit. Im aktuell vorgelegten integrierten Geschäftsbericht führt der Konzern mit dem „Health Performance Index“ einen neuen Indikator ein.

Ludwigshafen (csr-news) > „We create chemistry for a sustainable future” nennt der Chemiekonzern BASF seine Unternehmensstrategie für die Zukunft. Das beinhaltet ehrgeizige Ziele bei Umwelt, Gesundheit und Sicherheit. Im aktuell vorgelegten integrierten Geschäftsbericht führt der Konzern mit dem „Health Performance Index“ einen neuen Indikator ein.

„Als Unternehmen einer energieintensiven Branche hängt unser Erfolg auch von einer langfristig gesicherten wettbewerbsfähigen Versorgung mit Energie und Rohstoffen ab. Daher arbeiten wir kontinuierlich an der Steigerung unserer weltweiten Energieeffizienz“, sagt Margret Suckale, Mitglied des Vorstands der BASF. Das ursprüngliche Ziel, die Energieeffizienz um 25 Prozent zu verbessern konnte bereits erreicht werden. „Unser neues anspruchsvolles Ziel lautet nun plus 35 % Energieeffizienz unserer Produktionsprozesse bis 2020“, erläutert Dr. Ulrich von Deessen, Leiter des Kompetenzzentrums Umwelt, Gesundheit und Sicherheit. Dazu wird das Unternehmen Optimierungsmaßnahmen in den Betrieben fortsetzen und in Neuanlagen investieren. „Wir wollen auch die Emission von Treibhausgasen in unserer eigenen Produktion und entlang der gesamten Wertschöpfungskette weiter reduzieren“, so von Deessen weiter. Auch in diesem Bereich wurde das ursprüngliche Ziel, Reduzierung der Treibhausgasemissionen pro Tonne Verkaufsprodukt um 35 Prozent, bereits in den letzten beiden Jahren erreicht. Bis 2020 will das Unternehmen nun die Emissionen pro Tonne Verkaufsprodukt im Vergleich zu 2002 um 40 % senken.

Einen Schwerpunkt der Nachhaltigkeitsstrategie ist der verantwortungsvolle Umgang mit Wasser. Bis 2020 soll die Entnahme von Trinkwasser für den Produktionsbetrieb halbiert werden. 2011 lag der Wasserbedarf der BASF weltweit bei 2.130 Millionen Kubikmeter, ein leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Der größte Teil wird nach Angaben des Unternehmens für Kühlsysteme verwendet, nur etwa 13 Prozent kommen mit Produkten in Kontakt. Ein weiteres Ziel ist die Einführung eines nachhaltigen Wassermanagementsystems an allen Produktionsstandorten mit Wasserknappheit. 2011 lagen rund 21 Prozent der Produktionsstandorte in sogenannten Wasserstressgebieten, dort wurden etwa 6,5 Prozent des Wassers von der BASF entnommen. Zu den bereits erreichten Zielen gehört die Reduzierung von Stickstoff und Schwermetallen im Abwasser. Hier wurden die für 2020 geplanten Rückgänge bereits erreicht, neue Ziele wurden nicht formuliert.

Gesundheitsschutz misst die BASF künftig weltweit mit dem neuen „Health Performance Index“. Er enthält fünf Kriterien: Berufskrankheiten, medizinische Notfallplanung, Erste Hilfe, arbeitsmedizinische Vorsorge sowie Gesundheitsförderung. „Bei der BASF geben wir Sicherheit immer Vorrang – das gilt für Arbeits-, Anlagen-, Transport- und Produktsicherheit“, betont von Deessen. Zur Verbesserung von Arbeits- und Transportsicherheit will das Unternehmen die Unfall­zahlen bis 2020 deutlich senken: Arbeitsunfälle um 80 % (Basisjahr: 2002), Transportunfälle um 70 % (Basisjahr: 2003).

Erst gestern wurde BASF für seinen integrierten Geschäftsbericht 2010 im Rahmen des IÖW/future-Ranking ausgezeichnet. „Ausgehend von globalen Megatrends zeigt das Chemie­unternehmen, welche unternehmerischen und gesellschaftlichen Herausforderungen es sieht und welche Beiträge es zu deren Bewältigung leisten will“, sagte Jana Gebauer, Nachhaltigkeits­expertin am IÖW und Projektleiterin des IÖW/Future-Rankings. „Auch bezüglich gesellschaftlich kritisch diskutierter Geschäftsfelder legt die BASF ihre Positionen offen dar und berichtet über ihre Dialogaktivitäten mit den jeweiligen Interessengruppen“, so Gebauer weiter.

Lesen Sie in einem weiteren Beitrag wie BASF die Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft messbar machen will.

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