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MAN unterzeichnet Mindeststandards für weltweit 53.000 Mitarbeiter

München (afp) – Für die weltweit knapp 53.000 Mitarbeiter des Fahrzeug- und Maschinenbauers MAN gelten künftig einheitliche Mindeststandards. Konzern-Vorstand, Betriebsrat und der Internationale Metallgewerkschaftsbund IMB hätten eine entsprechende Erklärung „zur sozialen und unternehmerischen Verantwortung“ in der Unternehmensgruppe unterzeichnet, teilte MAN am Dienstag in München mit. Ziel des Abkommens sei es, einen „verlässlichen Mindeststandard“ zu schaffen, auf den sich alle Konzernbeschäftigten berufen könnten.

IG-Metall und IMB-Chef Berthold Huber begrüßte das Abkommen. In einer international vernetzten Wirtschaft müssten die Rechte von Arbeitnehmern „überall respektiert werden“, erklärte der Gewerkschaftschef. Konzernbetriebsratschef Jürgen Dorn erklärte, das Abkommen schaffe für Arbeitnehmer die Grundlage, „selbst zur weiteren Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen einzutreten“.

Arbeitnehmervertreter und MAN hatten seit dem vergangenen Jahr über das Abkommen verhandelt. Es orientiert sich an Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), enthält aber auch eigene Regelungen. Auch kulturelle Unterschiede und verschiedene gesellschaftliche Wertvorstellungen soll die Erklärung berücksichtigen. Das Unternehmen will über die Umsetzung der Grundsätze künftig jährlich berichten. MAN gehört zu 54 Prozent zu Volkswagen.

Kommentar

  • Schade – Die Textumfänge der Kapitel sprechen für sich, eine selektive Sicht auf Nachhaltigkeit. Ausserdem mangelnde Konsequenz: Die Grundsätze sind nur „bedeutend“ (nicht verpflichtend) und Ansprüche daraus werden ausdrücklich verneint.

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