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TUI und GIZ fördern tunesischen Tourismus und Frauen

Gemeinsamen den Tourismus in Tunesien und die Beschäftigung von Frauen zu fördern, das haben die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit und der Reiseanbieter TUI auf der ITB angekündigt. Gemeinsam mit dem tunesischen Hotelverband sind Trainings zum Thema “Unternehmenskultur und Chancengleichheit” geplant.

Berlin (csr-news) – Gemeinsamen den Tourismus in Tunesien und insbesondere die Beschäftigung von Frauen zu fördern, das haben die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der Reiseanbieter TUI auf der internationalen Tourismusmesse ITB in Berlin angekündigt. In das Public-Private-Partnership-Projekt investieren beide Partner jeweils eine halbe Million Euro.

Gemeinsam mit dem tunesischen Hotelverband sind Trainings zum Thema “Unternehmenskultur und Chancengleichheit” geplant. Themen der Fortbildung sind die Verbesserung der Arbeitsbedingungen sowie die ökologische und soziale Nachhaltigkeit. In tunesischen Hotelfachschulen soll die Ausbildungsqualität durch eine Neudefinition von Ausbildungsinhalten und die Überarbeitung der Lehrpläne gesteigert und der Frauenanteil unter den Schülern erhöht werden. Gefördert werden soll auch das tunesische Kunsthandwerk, in dem traditionell viele Frauen tätig sind. Produktionsstätten von Kunsthandwerksinitiativen will TUI seinen Gästen als Ausflugsziele anbieten. Dabei soll ein kulturell orientierter Tourismusansatz verfolgt und auf weitere Kooperationen ausgedehnt werden.

Der für Tunesien wichtige Wirtschaftszweig hat unter den Unruhen des Arabischen Frühling erheblich gelitten: Bis Anfang 2011 lag Tunesien mit seinen Stränden, Wellness-Angeboten, kinderfreundlichen Hotels und attraktiven Wüstentouren bei TUI auf Rang zehn der beliebtesten Urlaubsziele. Aufgrund der politischen Ereignisse in Nordafrika blieben die Gäste jedoch aus. „Die Buchungseingänge für den Sommer 2012 liegen weiterhin auf einem niedrigeren Niveau als vor der Revolution. Wir sehen allerdings eine stetige Erholung. Die Aufwärtsentwicklung ist in Tunesien aktuell stärker als in Ägypten“, sagte eine Unternehmenssprecherin gegenüber CSR NEWS.

In den Ländern des Arabischen Frühlings – darunter Tunesien – ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit drei Fonds engagiert, die den demokratischen Wandel in der Zivilgesellschaft, die Bildungssysteme und die Entwicklungschancen von Existenzgründern und kleinen und mittleren Unternehmen stärken sollen: ein Demokratiefonds mit über sechs Mio. Euro, ein Fonds zur beruflichen Bildung und Beschäftigungsförderung junger Menschen mit acht Mio. Euro sowie mit dem 52 Mio. Euro umfassenden Fonds SANAD zur Refinanzierung für kleine und mittelständische Unternehmen. Die GIZ ist im Auftrag des BMZ tätig.