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Neue Leitlinien für den Landtransfer

Berlin (csr-news) – Die Verhandlungen über die „Freiwilligen Leitlinien zur verantwortlichen Regierungsführung im Umgang mit Landbesitz, Wäldern und Fischereiressourcen“ innerhalb der Welternährungsorganisation (FAO) wurden am vergangenen Freitag in Rom nach einjährigen Verhandlungen abgeschlossen, berichtete das Deutsche Institut für Menschenrechte. Besonders die Rechte armer und ausgegrenzter Bevölkerungsgruppen in den südlichen Ländern sollen besser geschützt werden. Von Hunger und Unterernährung betroffenen Menschen, darunter vor allem Frauen, würden bei Landtransfer-Prozessen häufig übersehen, so Michael Windfuhr, stellvertretender Direktor des Instituts. Menschenrechtsverletzungen verzeichnen nach seinen Worten eine starke Zunahme. Es komme zu Zwangsräumungen, Vertreibungen und Konflikten um Wassernutzung. Betroffen seien Menschen, die keine rechtliche Absicherung ihrer Landrechte nachweisen können – besonders in Afrika. Die Leitlinien bieten Orientierung für gerechte Nutzungs- und Kaufprozesse. Auch zivilgesellschaftliche Organisationen sollen die Leitlinien nutzen. Sie können daran das Handeln ihrer Regierungen überprüfen. Mitte Mai sollen die Leitlinien vom FAO-Ausschuss für Welternährungssicherheit formell verabschiedet werden.

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