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Puma und H&M fordern Aufklärung nach Schüssen auf Textilarbeiter

Phnom Penh (afp) – Die drei großen Modefirmen Puma, Gap und H&M haben von der Regierung in Kambodscha Aufklärung über Schüsse auf eine Demonstration von Textilarbeitern gefordert. In einem Brief an das Handelsministerium, der am Montag AFP vorlag, fordern die Firmen „vollständige und transparente Ermittlungen“ gegen den mutmaßlichen Täter. Es handelt sich um den ehemaligen Gouverneur der Stadt Bavet im Osten des Landes, Chhuk Bundith. Er soll im Februar auf Teilnehmer einer Demonstration geschossen haben, die für bessere Arbeitsbedingungen in den Textilfabriken auf die Straße gegangen waren.

„Wir sind tief besorgt“, heißt es in dem Brief der Modeunternehmen aus dem Westen an die Regierung Kambodschas. Drei Arbeiter des Puma-Zulieferers Kaoway Sports seien von den Schüssen verletzt worden. Der als Täter verdächtige Stadtgouverneur war nach den Schüssen zwar entlassen worden, zurzeit ist aber nicht klar, wo er sich aufhält, noch, ob die Behörden überhaupt gegen ihn ermitteln. Das zuständige Gericht der Provinz Svay Rieng erklärte lediglich, es habe Chhuk Bundith für Freitag zu einer Zeugenvernehmung geladen.

In Kambodscha arbeiten mehr als 300.000 Menschen, größtenteils Frauen, in der Bekleidungsindustrie. 300 Fabriken produzieren Kleidung für den Export.