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ADAC: Autobranche sollte mehr Erd- und Flüssiggas-Fahrzeuge bauen

München (afp) – Autohersteller sollten nach Ansicht des ADAC künftig mehr Fahrzeuge mit Flüssig- und Erdgas-Antrieb anbieten. “Die Erfahrung hat gezeigt, dass diese Fahrzeugarten im Vergleich mit anderen das Potenzial zu besonders hoher Umweltfreundlichkeit besitzen”, sagte die Expertin des Autofahrerclubs, Sonja Schmidt, am Mittwoch in München bei der Vorstellung des aktuellen ADAC-EcoTests zur Umweltverträglichkeit von Autos. Würden alle Belastungen von der Förderquelle des Kraftstoffs bis zur Nutzung auf der Straße berücksichtigt, schnitten Flüssig- und Erdgas-Fahrzeuge besonders gut ab.

Für Verbraucher müsse jedoch gewährleistet werden, dass diese auch weiter die “freie Auswahl” zwischen den verschiedenen Antriebsformen hätten, forderte Schmidt. Nur durch das Nebeneinander der Antriebsformen werde sichergestellt, dass die Autoindustrie an deren bestmöglicher Effizienz und Umweltverträglichkeit arbeite. “Die bestehenden technischen Möglichkeiten bei den Abgas- und Verbrauchsreduzierungen in allen Fahrzeugklassen” müssten “noch besser ausgeschöpft und weiterentwickelt werden”, forderte Schmidt.

Für Autofahrer werde es angesichts neuer Antriebe immer schwieriger, den Überblick über den tatsächlichen Verbrauch von Autos und deren Umweltverträglichkeit zu behalten, sagte Schmidt. So hätten auch Elektroautos im aktuellen EcoTest des ADAC nicht die maximalen Punktzahlen erreicht. Grund hierfür sei gewesen, dass Verluste beim Aufladen der Akkus den Stromverbrauch deutlich in die Höhe getrieben hätten.

Im aktuellen Eco Test hat der ADAC keine Fahrzeuge mit Erd- und Flüssiggas-Antrieb getestet. Die Angaben beruhen auf Erfahrungswerten aus früheren Wellen der Untersuchung, wie ausgebildete Ingenieurin Schmidt sagte.