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Mehrheit der Deutschen gönnt Managern kein Millionengehalt

Düsseldorf (afp) – Fast drei Viertel der Deutschen gönnen auch erfolgreichen Managern kein Millionengehalt. 78 Prozent der Frauen und 63 Prozent der Männer sind einer Umfrage zufolge der Auffassung, dass Konzernlenker auch dann keine Millionensummen erhalten sollten, wenn sie gute Gewinne erwirtschaften, wie das „Handelsblatt“ (Freitagsausgabe) berichtete. Nur 19 Prozent der Frauen und 33 Prozent der Männer befürworteten hingegen üppige Managerbezüge.

Ein guter Unternehmer zeichnet sich nach Auffassung fast aller Befragten (92 Prozent) durch seine Offenheit und Ehrlichkeit gegenüber der Belegschaft aus, wie aus der Untersuchung hervorgeht. Daneben sei für viele ein guter Chef, wer um das Vertrauen seiner Mitarbeiter bemüht ist und sich verantwortungsvoll der Gesellschaft und seinen Mitarbeitern gegenüber verhält (je 90 Prozent). Weniger wichtig sind für die Befragten demnach Chefeigenschaften wie Härte beim Durchsetzen von Vorhaben (49 Prozent) und das Bemühen um eine Frauenquote (46 Prozent).

Der beliebteste Unternehmenslenker der Deutschen ist der Studie zufolge Bosch-Vorstandschef Franz Fehrenbach. 88 Prozent sehen demnach in ihm einen idealen Unternehmer. Dicht dahinter rangiert der Gründer der Drogeriemarktkette dm, Götz Werner, mit 87 Prozent Zuspruch. Der Vorstandsvorsitzende von Volkswagen, Martin Winterkorn, erreicht Rang drei mit 78 Prozent.

Die Rangliste der unpopulärsten Manager führt derzeit Schlecker-Gründer Anton Schlecker an. Nur vier Prozent der Befragten halten ihn für einen idealen Unternehmer. Ebenfalls wenig Popularität unter den Befragten genießen Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann (27 Prozent) und RWE-Vorstandschef Jürgen Großmann (36 Prozent).

Kommentar

  • Wäre es nicht erträglicher für den Bürger, wenn man wüsste, dass ein Manager mit Millionengehalt wenigstens ein persönliches CSR betreiben würde? Ich könnte Verständnis aufbringen, wenn ein Manager sein überschüssiges Geld einem guten Zweck zur Verfügung stellt.

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