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Waffenhandel blüht weltweit – Deutschland mit überdurchschnittlichen Zuwächsen

er weltweite Waffenhandel verzeichnet deutliche Zuwächse. Für die Jahre 2007 bis 2011 lag sein Volumen um 24 Prozent über dem Zeitraum von 2002 bis 2006, teilte das Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) heute mit. Deutschlands Waffenexporte stiegen überdurchschnittlich.

Stockholm (csr-news) – Der weltweite Waffenhandel verzeichnet deutliche Zuwächse. Für die Jahre 2007 bis 2011 lag sein Volumen um 24 Prozent über dem Zeitraum von 2002 bis 2006, teilte das Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) heute mit. Ein Zehntel der internationalen Waffenexporte ging an Indien, das damit Platz 1 der Waffenimporteure belegt. Auf den Plätzen 2 bis 5 folgen Südkorea (6 Prozent der Waffenimporte), Pakistan (5 Prozent), China (5 Prozent) und Singapore (4 Prozent). 44 Prozent aller Waffenexporte gingen nach Asien und Ozeanien. Die fünf größten Waffenexporteure sind die USA, Russland, Deutschland, Frankreich und das Vereinigte Königreich: Drei Viertel aller Waffenexporte stammen von dort.

Deutschland verkauft vor allem an Griechenland

Im Vergleich der Jahre 2007 bis 2011 mit 2002 bis 2006 steigerte Deutschland seine Waffenexporte um 37 Prozent und verzeichnete damit überdurchschnittliche Zuwächse. Die meisten deutschen Waffen gingen an europäische Staaten – mit Griechenland als dem Hauptabnehmer. An zweiter Stelle deutscher Waffenexporte liegt die Region Asien und Ozeanien. 2011 beschloss die Bundesregierung Subventionen für den Verkauf von U-Booten an Israel und genehmigte umfangreiche Waffengeschäfte mit Algerien (gepanzerte Fahrzeuge, Schiffe, elektronische Ausrüstung) sowie Saudi Arabien (200 Leopard-Panzer, wobei der Kaufvertrag darüber bis Ende 2011 nicht abgeschlossen war).

Arabischer Frühling bremste Waffenexporte kaum

Nur einen geringen Einfluss auf die Waffengeschäfte hatten die Unruhen in den arabischen Staaten: Die USA blieben Hauptlieferant für Tunesien und Ägypten und Russland sorgte weiter für den Waffenexport an Syrien. China konnte im internationalen Waffenhandel seine Rolle eines Importeurs in die eines Exporteurs ändern: Im Vergleich der Jahre 2002-2006 mit 2007-2011 steigerte es seine Exporte um 95 Prozent und ist nun der sechstgrößte Waffenlieferant. Im gleichen Zeitraum wechselte das Land von Platz 1 auf Platz 4 der Liste der Waffenimporteure. Hintergrund ist die steigende und qualitativ verbesserte Waffenproduktion in China selbst.

Der SIPRI-Bericht zum weltweiten Waffenhandel im Internet (PDF in Englisch)

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