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Deutsche Bank mit neuem CSR-Bericht

Zum Ende der Ära Ackermann hat die Deutsche Bank in dieser Woche gleichzeitig ihren Geschäfts- und CSR-Bericht veröffentlicht. Auch in diesem Jahr bilden die sozialen Aktivitäten den Schwerpunkt des gesellschaftlichen Engagements. Aber die Bank nimmt auch zu kritischen Themen Stellung.

Frankfurt (csr-news) > Zum Ende der Ära Ackermann hat die Deutsche Bank in dieser Woche gleichzeitig ihren Geschäfts- und CSR-Bericht veröffentlicht. Auch in diesem Jahr bilden die sozialen Aktivitäten den Schwerpunkt des gesellschaftlichen Engagements. Aber die Bank nimmt auch zu kritischen Themen Stellung.

Lesen Sie hier einen Kommentar zum CSR-Bericht der Deutschen Bank von Achim Halfmann.

Und sie werden doch gelesen; selten erreichen CSR-Berichte eine solche Aufmerksamkeit wie der aktuelle CSR-Report aus Deutschlands größtem Bankinstitut. „Die Erwartungen der Öffentlichkeit an das gesellschaftliche Verantwortungsbewusstsein von Banken sind seit der Finanzkrise noch einmal deutlich gestiegen. Dem müssen wir in allem, was wir tun, Rechnung tragen“, schreibt Dr. Josef Ackermann im Vorwort des Berichts. Rund 83 Millionen Euro hat die Deutsche Bank im letzten Jahr weltweit für „gesellschaftlich nützliche“ Projekte ausgegeben (rund 17 Millionen weniger als im Jahr 2010), unter anderem in Bildungsprojekte in Afrika oder für Hilfsmaßnahmen bei Naturkatastrophen. Aber nicht nur mit Geld, sondern vor allem auch mit dem wichtigsten Kapital, den Mitarbeitern, werden weltweit Projekte unterstützt. Im letzten Jahr waren mehr als 19.000 Mitarbeiter der unterschiedlichsten Hierarchieebenen ehrenamtlich aktiv, eine deutliche Zunahme gegenüber dem Vorjahr. Insgesamt engagieren sich bereits rund 24 Prozent der Mitarbeiter.

Im Aktionsfeld Klimaschutz verfolgt die Deutsche Bank eine dreigliedrige Strategie als Finanzintermediär, Klimabotschafter und Ökoeffizienzmanager. Letzteres führte beispielsweise zu einer weiteren Reduzierung der CO2-Emissionen. Bis Ende nächsten Jahres will die Bank klimaneutral arbeiten, bislang werden rund zwei Drittel des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen bezogen. Einen wesentlichen Beitrag auf dem Weg zur „grünen Wirtschaft“ kann die Deutsche Bank vor allem in ihrer Funktion als Finanzintermediär leisten. Rund 2,5 Milliarden Euro hat der Geschäftsbereich Asset-Management im letzten Jahr nach den ESG-Kriterien verwaltet, bei einem insgesamt verwalteten Vermögen von rund 550 Milliarden Euro noch ein bescheidener Anfang. Dies soll sich ändern, deshalb wurde im Berichtszeitraum ein eigenes Sustainability-Board ins Leben gerufen, das zukünftig die Entwicklung nachhaltiger Produkte vorantreiben soll.

Der Umgang mit kontroversen Themen wird im aktuellen Bericht nicht ausgespart. Auf den Seiten 14 bis 18 findet sich ein Stakeholderdialog zum Umgang mit der Streubombenproblematik. Noch auf der letzten Jahreshauptversammlung wurde das Unternehmen durch heftige Proteste mit dem Thema konfrontiert. Weiterhin wird auch das Thema Agrarrohstoffe angesprochen. Die Deutsche Bank will in diesem Geschäftsfeld keine neuen Investmentprodukte mehr anbieten und zukünftig entscheidend auf die Regulierung dieser Märkte einwirken.

Der Bericht ist nach GRI-Standards der Anwendungsebene A+ erstellt. Er steht hier zum Download bereit. Der Geschäftsbericht kann hier als PDF bezogen werden. Auf den Seiten 165 bis 172 gibt die Bank einen Ausblick auf die zukünftigen Herausforderungen im Bankensektor.

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