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Corporate Carsharing: Teilen für den Klimaschutz

Insbesondere in den Ballungsgebieten hat sich Carsharing in den letzten Jahren immer mehr durchgesetzt. Nach Angaben des Bundesverbandes CarSharing teilen sich derzeit 220.000 Menschen in mehr als 300 Städten und Gemeinden rund 5600 Fahrzeuge. Ein Trend, der nun auch von Unternehmen aufgegriffen wird.

München/Köln (csr-news) > Insbesondere in den Ballungsgebieten hat sich Carsharing in den letzten Jahren immer mehr durchgesetzt. Nach Angaben des Bundesverbandes CarSharing teilen sich derzeit 220.000 Menschen in mehr als 300 Städten und Gemeinden rund 5600 Fahrzeuge. Ein Trend, der nun auch von Unternehmen aufgegriffen wird.

Die großen deutschen Autohersteller sind längst alle mit Carsharing-Angeboten im Markt vertreten, Daimler mit Car2go, BMW mit Drive now und VW mit Quicar. Nach den Privatkunden werden nun Angebote für Firmen entwickelt. Seit Februar bietet der Halbleiterproduzent Infineon seinen Mitarbeitern am Stammsitz Neubiberg eine Carsharing-Lösung an. „Mit dem Corporate Carsharing Produkt AlphaCity können unsere Mitarbeiter bequem und kostengünstig mobil sein – geschäftlich und sogar privat“, sagt Jörg Gerhardt, Director, Mobility Service Management bei Infineon Technologies AG. „Corporate Carsharing ist eine intelligente Ergänzung zu unserem bestehenden Mobilitätsangebot und schafft zudem die Basis für ein nachhaltiges Mobilitätsmanagement.“ Innerhalb weniger Wochen haben sich rund 600 Mitarbeiter für das Angebot registriert und nutzen die fünf Firmenfahrzeuge der Marken BMW und Mini. Noch bis zum Sommer läuft die Pilotphase, bei weiter erfolgreichem Verlauf soll das Angebot erweitert werden. Infineon nutzt hierzu AlphaCity, ein Corporate Carsharing Produkt auf Leasing-Basis.

Angeboten wird die Mobilitätslösung von Alphabet, einem Dienstleister für Fuhrparkmanagement. „Carsharing bietet Unternehmen neue Möglichkeiten, um auf veränderte Mobilitätsbedürfnisse einzugehen“, erklärt Marco Lessacher, Vorsitzender der Geschäftsführung von Alphabet Deutschland. Entscheidend ist die flexible und unbürokratische Nutzung. Dazu sind alle Fahrzeuge im Carsharing-Pool mit einem intelligenten Telematik-System von BMW ausgestattet und werden über eine Fleet-Management-Plattform verwaltet. Die Fahrzeugbuchung lässt sich online durchführen, die Abrechnung erfolgt automatisch über die Kostenstelle oder bei Privatfahrten über die eigene Kreditkarte. Schlüssel werden nicht benötigt, nach erfolgreicher Registrierung erhält der Mitarbeiter einen RFID-Chip, mit dem sich das Fahrzeug öffnen und starten lässt. „Corporate Carsharing stellt eine intelligente Ergänzung zum herkömmlichen Dienstwagen dar. Damit bedienen wir einen wichtigen Trend – die steigende Nachfrage nach innovativen Mobilitätskonzepten“, so Lessacher. „Unsere Lösung ist beispielsweise bei kürzeren Dienstfahrten eine effiziente Alternative zu Mietwagen und Taxi. Unternehmen können dadurch ihre Mobilitätskosten weiter optimieren. Für Beschäftigte ohne eigenen PKW schafft der private Zugang zu den Autos zudem ein interessantes Angebot für die Freizeit“.

Experten sehen in den nächsten Jahren gute Wachstumsperspektiven für Corporate Carsharing-Lösungen. Für die Automobilindustrie sind neue Mobilitätskonzepte Teil ihrer Innovationsstrategie – mit neuen Angeboten und Lösungen ist also zu rechnen. Vor allem die teils ehrgeizigen Vorgaben zur Reduzierung der CO2-Belastung durch die eigene Dienstwagenflotte werden aus Sicht von Unternehmen ein Treiber sein.

Bereits 2010 hat das Umweltbundesamt in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband CarSharing eine Broschüre zum Thema veröffentlicht. Darin wird anhand zahlreicher Beispiele von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen das Potenzial von Carsharing für Unternehmen aufgezeigt.

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