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Kretschmann: „Wer wenn nicht wir zeigt, dass wir Nachhaltigkeit können“

Der Automobilstandort Baden-Württemberg kann nach Überzeugung seines Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Bündnis/Grüne) eine Vorreiterrolle bei der nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung einnehmen. „Wer wenn nicht wir soll zeigen, dass wir nicht nur in den Nachhaltigkeitspfad kommen müssen, sondern dass wir es auch können.“

Stuttgart (csr-news) – Der Automobilstandort Baden-Württemberg kann nach Überzeugung seines Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Bündnis/Grüne) eine Vorreiterrolle bei der nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung einnehmen. „Wer wenn nicht wir soll zeigen, dass wir nicht nur in den Nachhaltigkeitspfad kommen müssen, sondern dass wir es auch können“, sagte Kretschmann. Vor 126 Jahren habe in Mannheim und Stuttgart der Siegeszug des Autos und der Mobilität begonnen. Kretschmann: „Heute stehen wir vor einem Paradigmenwechsel und müssen das Auto sozusagen nochmal erfinden.“ Dazu sei auf die Weiterentwicklung der Elektromobilität und auf eine kluge Vernetzung verschiedener Verkehrsmittel zu setzen. „Die Optimierungsprozesse beim klassischen Verbrennungsmotor dürfen wir nicht vergessen“, so der Ministerpräsident.

Aufs Tempo drücken

Die Entwicklung nachhaltiger Produkte sei eine Investition in Wettbewerbschancen und Arbeitsplätze für morgen. Unternehmen sei diese Herausforderung bewusst, als Ministerpräsident müsse er „nur aufs Tempo drücken“. Kretschmann: „Dabei ist nur wichtig, dass man das richtige vom falschen Jammern unterscheiden kann.“ Es sollten keine Unternehmen vom Markt gefegt oder ins Ausland vertrieben werden.

Vertrauen – wichtige und begrenzte Ressource

Die Finanzkrise und die Atomkatastrophe im japanischen Fukushima habe Verantwortungsfragen auf die politische Agenda zurückkehren lassen, so Kretschmann. Verbraucher fragten vermehrt nach nachhaltig hergestellten Produkten und entzögen Unternehmen öfter das Vertrauen, die diesen Ansprüchen nicht genügten. „Vertrauen ist die wichtigste Ressource, auch in der Politik, und auch die knappste Ressource“, sagte der Ministerpräsident. „Solch ein Vertrauen lässt sich durch Ratingagenturen nicht ersetzen.“

CSR-Preis fördert Reputation der Unternehmen

Der baden-württembergische Ministerpräsident sprach aus Anlass der Verleihung des Deutschen CSR-Preises. Die Auszeichnung sei „etwas, das zur Reputation unserer Unternehmen beiträgt“, so Kretschmann. Er trage in die Unternehmen hinein, dass „Wettbewerbsvorteile durch ethisch fundiertes und nachhaltiges Handeln zu bekommen“ seien.

Um den zum 3. Mal vergebenen Preis hatten sich 70 Unternehmen beworben. Er wurde vor 400 Gästen am Stuttgarter Regierungssitz in sieben Kategorien vergeben. Zur Begründung für die Qualität und Glaubwürdigkeit des Preises verwies der Veranstalter dokeo darauf, dass in jeder Kategorie eine hockkarätige Jury entschieden habe. dokeo-Geschäftsführer Wolfgang Scheunemann sagte, angesichts der großen Umbrüche in der deutschen Wirtschaft und Gesellschaft wolle der Preis einen Beitrag zur Entwicklung eines neuen Denkens und dessen Integration in die Unternehmen leisten. Scheunemann: „Das ist auch eine Kommunikationsmaßnahme.“

Die Kategorien und die Preisträger:

  • Herausragendes CSR-Engagement (CSR-Award) – Dr. Kurt Bock, Vorstandsvorsitzender der BASF
  • Biodiversitätsmanagement – TUI AG
  • CO2-Vermeidung als Beitrag zum Klimaschutz – ebm-papst (Mulfingen)
  • Gender-Diversity – Deutsche Telekom
  • Kulturelles Engagement – Otto Group
  • CSR in der Lieferkette – REWE Group
  • Bestes Video zum CSR-Engagement – fish & more (Friedrichshafen)

Ein „Sonderpreis Innovation“ ging an die Deutsche Telekom.

Das 8. Deutsche CSR-Forum im Internet

Lesen Sie dazu unseren Kommentar: Wem nützt der Deutsche CSR-Preis?

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