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Unilever baut in Indonesien Fabrik für nachhaltiges Palmöl

Den Haag (afp) – Der Lebensmittel- und Konsumgüter-Riese Unilever will in Indonesien eine Fabrik für nachhaltig produziertes Palmöl bauen. Die Verhandlungen mit der Regierung über das 100 Millionen Euro teure Projekt auf Sumatra seien weit fortgeschritten, teilte der niederländisch-britische Konzern am Dienstag mit. Das neue Werk erlaubt es demnach, die Transportwege deutlich zu verkürzen. Zudem könne die Herkunft des verarbeiteten Palmöls dort deutlich einfacher bis zum Produzenten zurückverfolgt werden.

Palmöl findet sich etwa in Margarine, Kosmetika, Reinigungs- oder Waschmitteln. Ölpalmen werden vor allem in Malaysia und Indonesien angebaut, mehr als 80 Prozent des weltweiten Palmöls stammen aus diesen Ländern. Nach wie vor wird für Plantagen Regenwald abgeholzt.

Unilever ist einer der weltweit größten Palmöl-Verarbeiter. Der Konzern hat sich verpflichtet, bis 2020 sein komplettes Palmöl aus nachhaltigem Anbau zu beziehen. Die Umweltschutz-Organisation WWF hatte dem Unternehmen kürzlich einen weitgehend verantwortungsvollen Umgang mit dem Rohstoff bescheinigt. Der Untersuchung zufolge ist die Nachfrage nach nachhaltigem Palmöl demnach sowohl international als auch in Deutschland deutlich gestiegen.

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