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Unilever: Bilanz der Nachhaltigkeit

Der britisch-niederländische Konsumgüterhersteller Unilever hat für seinen „Sustainable Living Plan“ eine erste Bilanz gezogen. Ende 2010 hat sich das Unternehmen für die nächsten zehn Jahre einen nachhaltigen Wachstumskurs verordnet und Nachhaltigkeit fest mit der Geschäftsstrategie verknüpft. Nun verweist Unilever auf erste Erfolge, insbesondere bei der Beschaffung von Palmöl.

Hamburg < (csr-news) Der britisch-niederländische Konsumgüterhersteller Unilever hat für seinen „Sustainable Living Plan“ eine erste Bilanz gezogen. Ende 2010 hat sich das Unternehmen für die nächsten zehn Jahre einen nachhaltigen Wachstumskurs verordnet und Nachhaltigkeit fest mit der Geschäftsstrategie verknüpft. Nun verweist Unilever auf erste Erfolge, insbesondere bei der Beschaffung von Palmöl.
„In einer Welt, in der Energie immer teurer und Rohstoffe immer knapper werden, in der die Auswirkungen von Klimaerwärmung und mangelnder Hygiene Menschen in ihrer Existenz bedrohen und die Versorgung mit Nahrungsmitteln für Viele prekär bleibt, können Unternehmen sich nicht aus der Verantwortung ziehen und auf die Politik verweisen. Unternehmen müssen Teil der Lösung werden“, so Paul Polman, CEO von Unilever. Mehr als 400 Produkte, vom Haushaltsreiniger bis zur Tütensuppe, produziert Unilever und erwirtschaftet damit einen Umsatz von rund 46,5 Milliarden Euro, die Herausforderungen einer nachhaltigen Unternehmensstrategie sind entsprechend vielfältig. Sechzig spezifische Zielvorgaben enthält der Nachhaltigkeitsplan und soll bis 2020 zu drei entscheidenden Ergebnissen führen: 1. Will Unilever mehr als einer Milliarde Menschen dabei helfen, selbstbestimmt ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu steigern, 2. Soll das Wachstum von den Umweltauswirkungen abgekoppelt werden und der ökologische Fußabdruck, entlang der gesamten Wertschöpfungkette, soll sich so halbieren, und 3. sollen die Lebensbedingungen von 100.000 Mitarbeitern der gesamten Lieferkette verbessert werden.

Zahlreiche Herausforderungen und erste Ergebnisse
Durch die breite Produktpalette sind die Herausforderungen beispielsweise für eine nachhaltige Beschaffung vielfältig. Ein großes Thema ist die Umstellung auf Palmöl aus nachhaltigem Anbau. Ein erster entscheidender Schritt ist die komplette Abdeckung des Bedarfs durch GreenPalm-Zertifikate. Ende dieses Jahres soll es soweit sein, drei Jahre früher als ursprünglich geplant. Dennoch sieht Unilever das GreenPalm-Zertifizierungssystem nur als einen Schritt hin zu komplett nachhaltigem Palmöl. Aus diesem Grund setzt sich das Unternehmen das Ziel, seinen kompletten Bedarf an Palmöl bis 2020 aus rückverfolgbaren Quellen zu decken. Dafür ist der Bau einer neuen Fabrik in Sumatra geplant, eine 100 Millionen Euro schwere Investition. Insgesamt stammt inzwischen ein gutes Viertel der eingesetzten landwirtschaftlichen Rohwaren aus nachhaltigen Quellen, 2010 lag dieser Wert noch bei 10 Prozent. Auch bei nachhaltigem Kakao werden die Bestrebungen fortgeführt. Bei einzelnen Produktbereichen macht der verwendete Anteil nachhaltigen Kakaos in diesem Jahr schon rund 60 Prozent aus. Unilever will die Zusammenarbeit mit der Rainforest Alliance weiter ausbauen.

Mitarbeiter als Nachhaltigkeitsbotschafter
Fester Bestandteil des Unilever Nachhaltigkeitsprogramms sind die Mitarbeiter des Unternehmens. Unilever hat heute mit ihnen gleichzeitig in vielen Ländern der Welt die erzielten Erfolge und die kommenden Herausforderungen des Nachhaltigkeitsprogramms geteilt. In Hamburg diskutierten 1000 Mitarbeiter mit der Geschäftsführung und externen Nachhaltigkeitsexperten. Dazu sagte Harry Brouwer, Chairman Unilever Deutschland, Österreich, Schweiz: „Die große Begeisterung und das Engagement aber auch die konstruktiv kritische Auseinandersetzung unserer Mitarbeiter mit dem Thema Nachhaltigkeit zeigt mir, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Mit unserem Nachhaltigkeitsprogramm haben wir uns gemeinsam auf eine zehn-jährige Reise begeben. Die erste Etappe haben wir jetzt geschafft. Aber ein großer Teil des Weges liegt noch vor uns und wir werden noch viele Hindernisse nehmen müssen. Der Enthusiasmus und der Einsatz, den unsere Mitarbeiter zeigen, stimmt mich zuversichtlich, dass wir am Ende gemeinsam das Ziel der Reise erreichen werden.“

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