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Verbraucherschützer kritisieren Hersteller von Elektrogeräten

Leipzig (afp) – Hersteller von Elektrogeräten verkürzen nach Einschätzung von Verbraucherschützern aus Profitgründen gezielt die Lebensdauer ihrer Produkte. „Beim Herstellprozess werden bewusst Schwachstellen in die Produkte eingebaut“, kritisierte der Energieexperte der Verbraucherzentrale Sachsen, Roland Pause, am Donnerstag in Leipzig. Die Politik müsse Praktiken unterbinden, bei denen „Gewinnmaximierung mit Müllmaximierung“ einhergehe. Zudem könnten Verbraucher Druck auf die Industrie ausüben, indem sie beispielsweise bei einer Vertragsverlängerung auf ein neues Handy verzichteten.

Pause erklärte, bei der Herstellung von Elektrogeräten sorgten Bauteile wie unterdimensionierte Kondensatoren oder festverbaute Akkus dafür, „dass Einzelteile frühzeitig und vor allem in absehbarer Zeit ausfallen und damit das komplette Gerät nicht mehr in vollem Umfang eingesetzt werden kann“. Auch werde oft dafür gesorgt, dass Produkte nicht mehr repariert werden könnten oder eine Reparatur unverhältnismäßig teuer werde. Als Beispiel nannte der Verbraucherschützer handelsübliche Tintenstrahldrucker, die so günstig angeboten würden, dass eine Reparatur oftmals nicht lohnend erscheine.