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Aigner will Bauern in Entwicklungsländern vor Investoren schützen

Berlin (afp) – Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) will Bauern in Entwicklungsländern besser vor Landraub und Vertreibung durch Investoren schützen. „Sichere Zugangsrechte zu Land und anderen produktiven Ressourcen sind für die Menschen in ländlichen Gebieten lebensnotwendig“, sagte Aigner dem „Tagesspiegel“ (Montagsausgabe). „Wir wollen die Menschen in Entwicklungsländern gezielt stärken, damit sie aus eigener Kraft ihre Existenz sichern können.“

Hoffnung setzt die Ministerin demnach in neue weltweite Leitlinien zur Stärkung der Bauern, die am Freitag von den Vereinten Nationen verabschiedet werden sollen. Diese Leitlinien sollen die Bevölkerung in den Entwicklungsländern vor Landraub und Vertreibung durch Investoren bewahren. Demnach sollen die Bauern ihre Rechte künftig besser durchsetzen können und frühzeitig über geplante Landkäufe informiert werden.

Seit dem Jahr 2000 sind in den Entwicklungsländern dem Bericht zufolge mehr als 83 Millionen Hektar Agrarfläche im Zuge von Investitionen verkauft oder verpachtet worden. In vielen Fällen wurden dabei Kleinbauern vertrieben und Höfe zwangsgeräumt.