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Österreichischer CSR-Aktionsplan: private Initiative bringt Regierungsprojekt in den Dialog

In Wien startete gestern ein öffentlicher CSR-Dialog zur österreichischen CSR-Politik mit einer Auftakt-Veranstaltung. Initiiert wird dieser Dialog von sechs Beratern, unterstützt wird er von der Unternehmensplattform respACT. Diskutiert wird über einen CSR-Aktionsplan, den die Regierung vorbereitet.

Wien (csr-news) – In Wien startete gestern ein öffentlicher Dialog zur österreichischen CSR-Politik mit einer Auftakt-Veranstaltung. Initiiert wird der Austausch von sechs Beratern, unterstützt wird er von der Unternehmensplattform respACT. „Bei uns soll der Dialog im Vordergrund stehen und es sollen nicht nur Ansichten aufeinander treffen“, sagte respACT-Projektleiterin Lisa Marie Weber gegenüber CSR NEWS. Als Medium für den Dialog dient die gestern freigeschaltete Internetplattform www.csrdialog.at. Interessenten können sich dort registrieren und dann ihre Positionen einbringen. Am Starttag verzeichnete die Website 17 Diskussionsteilnehmer. Mit der Auftaktveranstaltung zeigte sich Weber zufrieden: „Wir hatten etwa 50 Teilnehmer an der Kick-Off-Veranstaltung, darunter viele teils große Unternehmen. Um die Beteiligung der NGOs wollen wir verstärkt werben.“

Zum Hintergrund: Drei österreichische Bundesministerien erstellen derzeit einen CSR-Aktionsplan – das Lebensministerium, das Wirtschaftsministerium und federführend das Sozialministerium. Mehrere mit dem Dialogprozess vertraute Unternehmer zeigten sich gegenüber CSR NEWS mit diesem Prozess unzufrieden: Es entstehe der Eindruck, dass sich die beteiligten Ministerien durch unterschiedliche Grundauffassungen gegenseitig behinderten. Eine erste von den Ministerien initiierte Diskussionsveranstaltung sei schlecht vorbereitet gewesen. Und die Regierung trage des Thema CSR kaum in die Öffentlichkeit. Seitens der CSR-Experten in Unternehmen werde nun beobachtet, inwieweit sich die Regierung in den jetzt initiierten Dialogprozess einbringe und welche Konsequenzen sie aus dessen Ergebnissen ziehe. Trotz Bemühungen konnte CSR NEWS keinen Vertreter der beteiligten Ministerien für eine Stellungnahme erreichen.

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