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„Öko-Terrorist“ und Sea Shepherd-Gründer Paul Watson in Frankfurt festgenommen

Der Gründer der als radikal geltenden Umweltschutzorganisation Sea Shepherd, Paul Watson, ist am Sonntag am Frankfurter Flughafen festgenommen worden. Anlass sei ein Haftbefehl aus Costa Rica gewesen, teilte die Organisation mit. Watson, der die kanadische und die US-Staatsbürgerschaft besitzt, gehörte zunächst seit der Gründung 1971 bis zum Jahr 1977 Greenpeace an. Nach einer Trennung im Streit gründete er Sea Shepherd.

Frankfurt (csr-news) – Der Gründer der als radikal geltenden Umweltschutzorganisation Sea Shepherd, Paul Watson, ist am Sonntag am Frankfurter Flughafen festgenommen worden. Anlass sei ein Haftbefehl aus Costa Rica gewesen, teilte die Organisation mit. Watson, der die kanadische und die US-Staatsbürgerschaft besitzt, gehörte zunächst seit der Gründung 1971 bis zum Jahr 1977 Greenpeace an. Nach einer Trennung im Streit gründete er Sea Shepherd; Ziel der in den USA beheimateten NGO ist der Schutz der Meere.

Den Angaben von Sea Shepherd zufolge bezieht sich der Haftbefehl gegen Watson auf eine Aktion aus dem Jahr 2002, die sich gegen die brutale Jagd auf Haie richtete. Dabei soll die NGO ein Fischerbot gerammt und so das Leben der Fischer gefährdet haben. Haifischflossensuppe gilt in Teilen Asiens als Delikatesse. Bei der Jagd werden den Fischen die Flossen abgetrennt und sie werden noch lebend zurück ins Meer geworfen. Nach Einschätzung von Tierschutzorganisationen wird zudem mit rund 73 Millionen gefangenen Haien pro Jahr der weltweite Haifisch-Bestand überfischt, sodass dutzende Arten vom Aussterben bedroht seien.

Am kommenden Donnerstag hätte Paul Watson auf der Science Fiction-Messe FedCon in Düsseldorf sein Buch „Bekenntnisse eines Öko‐Terroristen“ vorstellen sollen. Nach Angaben von Sea Shephard bemüht sich der Co-Vorsitzende der Fraktion „Die Grünen/Europäische Freie Allianz“ im Europäischen Parlament, Daniel Cohn-Bendit, um seine Freilassung.

Die deutsche Website von Sea Shepherd:
www.seashepherd.de