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Mindestens 20 Verletzte bei Protesten in Bangladesch

Dhaka (afp) – Bei Protesten von tausenden Textilarbeitern in Bangladesch sind am Sonntag mindestens 20 Menschen verletzt worden. Nach Angaben der Polizei griffen mindestens 3000 Demonstranten im Bezirk Ashulia nahe der Hauptstadt Dhaka Polizisten mit Steinen an. Die Polizei setzte Tränengas und Plastikgeschosse ein. Wegen der Gewalt mussten rund 100 Fabriken geschlossen werden. Hintergrund der bereits seit Samstag andauernden Proteste sind Gerüchte, wonach ein Arbeiter nach Verhandlungen mit Fabrikmanagern getötet worden sein soll. Laut Polizei ist der Arbeiter jedoch am Leben.

Vor fünf Wochen war der Gewerkschaftsführer Aminul Islam in Ashulia entführt und tot aufgefunden worden. Islam hatte 2006 und 2010 Demonstrationen organisiert, um höhere Löhne für die Textilarbeiter durchzusetzen. Die Proteste hatten Bangladeschs Textilindustrie für Monate lahmgelegt.

Mit mehr als 5000 Fabriken und einem Auslandsumsatz von 19 Milliarden Dollar (14,7 Milliarden Euro) im Jahr 2011 ist Bangladesch der zweitgrößte Textilexporteur der Welt.

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