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Österreich: Mit schlankem Konsultationsprozess zum CSR-Aktionsplan

Die österreichische Bundesregierung will noch in diesem Jahr einen CSR-Aktionsplan verabschieden. Daran arbeiten gleich drei Ministerien: das Lebensministerium, das Wirtschaftsministerium und das Sozialministerium. „Mit dem CSR-Aktionsplan will Österreich die Vorreiterrolle, die es vor einigen Jahren – z.B. mit der Gründung von respACT – in Sachen CSR einnahm, wieder zurückerobern“, so Wolfram Tertschnig, Leiter der Abteilung Nachhaltige Entwicklung und Umweltförderpolitik im Lebensministerium.

Wien (csr-news) – Die österreichische Bundesregierung will noch in diesem Jahr einen CSR-Aktionsplan verabschieden. Daran arbeiten gleich drei Ministerien: das Lebensministerium, das Wirtschaftsministerium und das Sozialministerium, die dazu eine Steuerungsgruppe gebildet haben. Im Rahmen dieser Arbeiten finden drei Veranstaltungen zu den Themenfeldern „CSR in der Wertschöpfungskette“, „Anreize und Innovationen“ sowie „Mainstreaming, Transparenz und Glaubwürdigkeit“ statt.

Der erste dieser halbtägigen Workshops fand bereits im April 2012 statt, die beiden anderen werden im Juni und September 2012 folgen. Bei jedem Workshop bildet ein mit wissenschaftlicher Unterstützung erstelltes Positionspapier die Grundlage der Diskussion. „Aufgrund der kurzen Zeit ist das ein schlanker und gestraffter Konsultationsprozess“, sagte Wolfram Tertschnig, Leiter der Abteilung Nachhaltige Entwicklung und Umweltförderpolitik im Lebensministerium, gegenüber CSR NEWS. Deshalb würden pro Themenbereich etwa 50 repräsentative Stakeholder eingeladen.

In den Prozess eingebunden sind auch zwei themennahe Dialogplattformen: die Unternehmensinitiative respACT sowie das von NGOs und Arbeitnehmern gegründete Netzwerk NeSoVe, die zwei grundsätzlich unterschiedliche Herangehensweisen an das Thema CSR und damit auch an den CSR-Aktionsplan verfolgen.

Zugute kommt der Arbeit am CSR-Aktionsplan auch eine von sechs unabhängigen Beratern gegründete Dialog-Initiative, die das Thema ergebnisoffen und transparent mit allen interessieren Stakeholder diskutiert und dazu das Internet sowie Präsenzveranstaltungen als Medien nutzt. Zudem werden von Seiten des Netzwerks NeSoVe im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Der ANDERE Dialog“ ebenfalls Stakeholderpositionen erarbeitet. Die Regierung werde sich mit den Ergebnissen dieser – parallel und unabhängig von dem von den Bundesministerien initiierten Dialog verlaufenden – Prozesse auseinandersetzen, sagte Tertschnig.

Der österreichische CSR-Aktionsplan werde voraussichtlich politische Zielsetzungen und Handlungsansätze bündeln und Leitplanken benennen, so Tertschnig weiter. Er sei ein erster wichtiger Schritt, um die öffentliche Diskussion über die Rolle des Staates und der Unternehmen in Bezug auf die gesellschaftliche Unternehmensverantwortung in Gang zu bringen. Tertschnig: „Mit dem CSR-Aktionsplan will Österreich die Vorreiterrolle, die es vor einigen Jahren – z.B. mit der Gründung von respACT – in Sachen CSR einnahm, wieder zurückerobern.“

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