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„Weltweit mehr erreichen“ – Ein Ratgeber für soziale Investoren

Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht – das gilt ganz besonders in der Entwicklungszusammenarbeit. Ein neuer Ratgeber will Stiftern, Spendern und sozial engagierten Unternehmen helfen, ihr Engagement zu verbessern. Dazu soll das Bewusstsein für die Kontextabhängigkeit sozialen Engagements geschärft werden.

Berlin (csr-news) > Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht – das gilt ganz besonders in der Entwicklungszusammenarbeit. Ein neuer Ratgeber will Stiftern, Spendern und sozial engagierten Unternehmen helfen, ihr Engagement zu verbessern. Dazu soll das Bewusstsein für die Kontextabhängigkeit sozialen Engagements geschärft werden.

Hungernde Kinder vor hässlichen Blechhütten – von Plakatwänden schauen sie uns mit großen Augen an. Vorwurfsvoll? Flehend? Bei diesen Bildern sitzt die Geldbörse vieler Menschen locker, schließlich wollen sie helfen. Das wissen auch die Spendensammler. Die Inszenierung individuellen Leides ist ein beliebtes Mittel im Fundraising. Doch kommt das Geld auch wirklich an? Und kann die Spende einen effizienten Beitrag dazu leisten, die Situation zu verbessern? Der Ratgeber „Weltweit mehr erreichen. Ratgeber für wirkungsvolles Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit“ bietet sozialen Investoren wie Stiftern, Spendern und sozial engagierten Unternehmen einen Überblick über die verschiedenen Ansätze sich zu engagieren.

Entwickelt wurde der Ratgeber von Phineo und Sustaineo in Zusammenarbeit mit dem Bundesentwicklungsministerium (BMZ). Auf 31 Seiten wird ein Überblick über die verschiedenen Ansätze sozialen Engagements geboten, eine Übersicht mit Qualitätskriterien für wirksame Entwicklungsprojekte und eine Spendertypologie zur Selbsteinschätzung. Die Autoren wollen vor allem den Blick für das richtige Projekt schärfen, das fängt beim Thema an, beispielsweise Bildung, Ernährung oder Gesundheit, bis hin zum Finden der richtigen Partnerorganisation. Die Wege können vielfältig sein und reichen von philanthropischen Ansätzen bis hin zu eher marktorientierten Programmen mit dem Ziel der Hilfe durch Selbsthilfe. Dabei kommt es nicht nur auf Geldspenden an, vielmehr ist manchmal auch Wissenstransfer gefragt oder die direkte Unterstützung durch Freiwillige. Letztlich kommt es auch auf den eigenen Hintergrund und die Motivation an. Dafür zeichnet der Ratgeber fünf Spendertypen, die eine Selbsteinschätzung erleichtern sollen:

  • Der Unterstützer spendet regelmäßig an Organisationen.
  • Der Reagierer spendet von Fall zu Fall, meist bei Katastrophen.
  • Der Macher kennt die Verhältnisse vor Ort und leistet konkrete Hilfe.
  • Der Landesfreund war längere Zeit vor Ort und will Projekte die er unterstützt besuchen.
  • Der globale Problemlöser kann mit größeren Geldbeträgen komplexe Projekte unterstützen.

Der Ratgeber „Weltweit mehr erreichen. Ratgeber für wirkungsvolles Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit“ steht unter www.phineo.org und www.sustaineo.org zum Download bereit und kann als Druckexemplar bei PHINEO kostenfrei bestellt werden.

 

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