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Rio+20: Kirchen fordern überprüfbare Nachhaltigkeitsziele

Bonn (csr-news) – Eine nachhaltige Wirtschaft braucht als Leitplanken Umweltschutz auf der einen und Armutsbekämpfung sowie soziale Gerechtigkeit auf der anderen Seite. Das betonen die evangelische und die katholische Kirche in einer gestern gemeinsam vorgelegten Erklärung zur Rio+20-Konferenz der Vereinten Nationen. „Eine ökologisch-soziale Marktwirtschaft gründet auf Wertentscheidungen der Gesellschaft, die sich an den Bedürfnissen der Menschen und an sozialen und ökologischen Zielvorstellungen orientieren. Ohne einen solchen politischen Ordnungsrahmen greift auch das Konzept einer ‚grünen Wirtschaft‘ zu kurz“, heißt es in dem Dokument mit dem Titel „Die von Gott geschenkte Erde für alle Geschöpfe bewahren“. Die Bundesregierung solle sich bei der Konferenz vom 20. bis 22. Juni nicht nur für die Umsetzung der Millenniums-Entwicklungsziele, sondern auch für internationale Nachhaltigkeitsziele einsetzen, die umfassend und überprüfbar seien. Zudem solle sie sich global für eine ökologisch orientierte Landnutzung zugunsten von Ernährungssouveränität für Arme stark machen, fordern die beiden Kirchen.

In der Erklärung geht es auch um die Verantwortung der Verbraucher. Dazu heißt es: „Unser Glaube hilft uns, ‚gut leben‘ und ‚viel haben‘ zu unterscheiden und uns in eine ‚Ethik des Genug‘ und in eine ‚Tugend des Maßhaltens‘ einzuüben. Wir sind überzeugt: Ohne einen nachhaltigen Lebensstil werden wir nicht zu der nötigen Transformation zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft beitragen können.“

Die Erklärung als PDF zum Download

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