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LBBW spekuliert nicht mehr mit Lebensmittel-Rohstoffen

Stuttgart (afp) – Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) steigt vollständig aus dem Geschäft mit der Spekulation mit Lebensmittel-Rohstoffen aus. Die LBBW stellt den Verkauf von Finanzprodukten mit Bezug zu Nahrungs-Rohstoffen ein, wie das Finanzinstitut am Montag in Stuttgart mitteilte. Zwei bestehende Fonds, mit denen Privatanleger und Großinvestoren in Agrar-Rohstoffe investieren könnten würden entsprechend umgestellt und „künftig komplett auf Agrarrohstoff-Investments verzichten“.

Voraussichtlich Ende des Jahres würden die beiden Fonds „LBBW Rohstoffe 1“ und „LBBW Rohstoffe 2 LS“ mit neuer Zusammensetzung angeboten, sagte ein LBBW-Sprecher. Neben Agrarrohstoffen enthalten diese Fonds als Anlageklassen auch Metalle, Öl oder Gas. Die rechtlichen Voraussetzungen für die Umstellung der Fonds würden derzeit geschaffen.

Die LBBW hatte Ende 2011 den Ausstieg aus dem Geschäft mit Agrarinvestments angekündigt. Seitdem werden nach Angaben des Unternehmens keine Zertifikate mehr aufgelegt, denen die Preisentwicklung von Nahrungs-Rohstoffen zu Grund liegt.

Schon seit Längerem stehen Finanzanbieter bei Umweltschützern und Menschenrechts-Organisationen für Investmentprodukte im Zusammenhang mit Agrarrohstoffen in der Kritik. Diese Finanzprodukte werden von den Kritikern unter anderem für starke Preisschwankungen und vor allem Preisanstiege bei den Rohstoffen verantwortlich gemacht. Dadurch seien Lebensmittel in vielen Ländern in den vergangenen Jahren zeitweise zum Teil deutlich teurer geworden. Zu den kritisierten Finanzanbietern gehören auch die Deutsche Bank und die Allianz-Tochter Allianz Global Investors.

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CSRjournalist

Achim Halfmann ist Geschäftsführer von CSR NEWS und lebt im Bergischen Land. Seine Themen liegen vorallem in den Bereichen Gesellschaft, Medien und Internationales.

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